Städteregion - Wenn Kommunalpolitiker Lampenfieber bekommen

Wenn Kommunalpolitiker Lampenfieber bekommen

Von: Jutta Geese und Rene Benden
Letzte Aktualisierung:
7751849.jpg
Spannung vor dem „Speed Dating“: Vor laufender Kamera stellen sich die fünf Kandidaten um das Amt des Städteregionsrates in fünf Runden den Fragen von fünf Jugendlichen. Fünf mal sieben Minuten Zeit haben sie, ihre Positionen darzulegen. Fragende und Antwortende (v.l.): Anas Raoui, Helmut Etschenberg (CDU), Elisabeth Paul (Grüne), Uwe Löhr (Linke), Michelle Lukasik, Aysu Erkan, Dr. Werner Pfeil (FDP), Lena Pütz, Melanie Lückhoff und Christiane Karl (SPD). Foto: Michael Jaspers

Städteregion. Die Anspannung ist den Politikern, die bei der Kommunalwahl am Sonntag für den Posten des Städteregionsrates kandidieren, deutlich anzumerken. Dabei sind sie allesamt wahlkampferfahren. Aber diesmal haben nicht sie das Heft in der Hand, sondern fünf junge Leute, die sich im Projekt „Das geht!“ des städteregionalen Bildungsbüros in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung engagieren und in der Kommunalpolitik mitmischen wollen.

Beim „Speed Dating“ im Haus des Zeitungsverlages Aachen stellen sie den Fünfen zum Teil sehr persönliche, zum Teil sehr spezielle Fragen, die diese in fünf Runden in jeweils maximal sieben Minuten beantworten sollen. Das Ganze wird auch noch gefilmt – die Videos der fünf Fragerunden zu den Themen Freizeit und Kultur, Energie und Umwelt, Bildung und Arbeit, Soziales sowie Persönliches können auf unseren Internetseiten angeschaut werden. In den Tageszeitungen werden wir zudem vier Themenchecks veröffentlichen (siehe unten).

Weshalb er so nervös ist, erklärt Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) so: „Ich kann die Situation überhaupt nicht einschätzen.“ Und das mag er nicht so gerne. Angespannt „wie vor einer Prüfung“ fühlt sich Dr. Werner Pfeil (FDP), Elisabeth Paul (Grüne) bekennt, sie habe „ziemlichen Respekt vor der Situation“. Christiane Karl (SPD) glaubt, „die Jugendlichen sind genau so aufgeregt wie wir“ (was diese nachher bestätigen). Uwe Löhr (Linke) zollt den Jugendlichen später Respekt für ihren Mut.

Als es dann ernst wird, weicht die Anspannung von Runde zu Runde. Bei der einen mehr, bei dem anderen weniger. Auch die fünf jungen Leute – Melanie Lückhoff (17, Herzogenrath) und die Alsdorfer Anas Raoui (17), Aysu Erkan (16), Michelle Lukasik (17) und Lena Pütz (16) – werden von Runde zu Runde lockerer und mutiger, haken auch mal nach, wenn einer ihrer Interviewpartner zu ausschweifend antwortet. Mal mit Politikern „auf Augenhöhe“ reden zu können, bezeichnen alle nachher als eine tolle Erfahrung. Es habe viel Spaß gemacht, sowohl die Vorbereitung als auch das „Speed Dating“ selbst. Einen absoluten Favoriten hat keiner der jungen Leute unter den Politikern ausgemacht, alle seien authentisch rübergekommen, alle hätten – bei der einen Frage mehr, bei der anderen weniger – kurz und präzise geantwortet. „Das sind eigentlich alles sehr nette Persönlichkeiten, die man ruhig wählen kann“, fasst Anas seine Eindrücke zusammen.

Einen positiven Eindruck nehmen auch die Politiker mit. Alle betonen, die Jugendlichen hätten genau die richtigen Themen ausgewählt, seien sehr gut vorbereitet gewesen und hätten gute Fragen aus einem etwas anderen Blickwinkel heraus gestellt.

Und alle fünf Jugendlichen haben dazu beigetragen, dass die Politiker nach 90 Minuten die Veranstaltung entspannt verlassen und einhellig erklären: „Das hat Spaß gemacht.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert