Herzogenrath - Wahlkampf: SPD begrüßt die stellvertretende Bundesvorsitzende

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Wahlkampf: SPD begrüßt die stellvertretende Bundesvorsitzende

Von: Daniel Gerhards
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„Jedes Kind muss eine Chance
„Jedes Kind muss eine Chance haben.” Manuela Schwesig, stellv. SPD-Bundesvorsitzende, in Herzogenrath. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath. Als Manuela Schwesig am Dienstag nach Herzogenrath in die Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) kam, hatte sie schon einen langen Tag hinter sich.

Münster, Lippstadt und Herten hatte die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende bereits besucht. Doch falls sie davon schon ein wenig müde war, merkte man ihr das nicht an.

In Herzogenrath bekam zunächst jeder einen Händedruck, ein Lächeln und ein freundliches Wort. Egal ob Herzogenraths SPD-Chef Dr. Manfred Fleckenstein, die SPD-Landtagskandidaten aus der Region, Eva-Maria Voigt-Küppers, Stefan Kämmerling, Karl Schultheis und Daniela Janßen, die Jusos, die vielen AWO-Mitglieder und deren Kinder und Enkel - für jeden nahm sich Schwesig kurz Zeit.

Auf dem Podium erzählte Schwesig, 37 Jahre, die in Frankfurt an der Oder geboren ist, von ihrer Zeit nach der Wende. Als ihr Vater arbeitslos wurde, als sie beim Finanzamt begann. Sie arbeitete sich hoch in der Verwaltung und der SPD. Nun ist sie Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern. Ihren kleinen Sohn bringt sie oder ihr ebenfalls berufstätiger Mann trotzdem täglich in die Kinderkrippe.

Kinder schon früh in Krippen oder Kitas betreuen zu lassen, ist für Schwesig kein notwendiges Übel. Denn dort erfahren die Kinder viel Sprachförderung und kommen mit Gleichaltrigen in Kontakt. Deshalb unterstützt sie auch die Genossen in NRW dabei, den Kita-Ausbau weiter voranzutreiben. „Wir sind gegen das Betreuungsgeld für Eltern, deren Kinder nicht in die Kita gehen. Das ist eine Fernhalteprämie”, sagte Schwesig. Das Geld, das CDU und FDP dafür einplanen, möchte Schwesig lieber in den weiteren Kita-Ausbau stecken.

Die Kita soll ein wichtiger Baustein dafür sein, das jedes Kind die Möglichkeit bekommt sich zu entwickeln. Denn heute leiden viele Jugendliche unter Perspektivlosigkeit. Doch Schwesig glaubt fest daran, dass das abzuändern ist: „In jedem steckt etwas. Jedes Kind hat Talente und Stärken. Deshalb muss jedes Kind in Zukunft eine Chance haben.” Damit liegt sie ganz auf einer Linie mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Doch zur Familienpolitik gehöre nicht nur solche Nachwuchsförderung. Man müsse auch Seniorenpolitik (solidarische Kranken- und Pflegeversicherung), Arbeitsmarktpolitik (Mindestlohn) oder den Städtebau (alters- und familiengerechte Wohnungen) im Blick haben. All das soll nach Willen der SPD dabei helfen, eine Familie zu gründen und sie in einem ausgeglichen Verhältnis von Arbeits- und Privatleben aufzubauen.
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