Eschweiler - Wahlkampf: CDU hat in Eschweiler den Chef der Landtagsfraktion zu Gast

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Wahlkampf: CDU hat in Eschweiler den Chef der Landtagsfraktion zu Gast

Von: Andreas Gabbert
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„Eine Fünf-Prozent-FDP bring
„Eine Fünf-Prozent-FDP bringt uns nichts.” Franz-Josef Laumann, Chef der CDU-Landtagsfraktion, in Eschweiler. Foto: Andreas Gabbert

Eschweiler. Die CDU ist in den Wahlkampf gestartet. Am Dienstag warb der Chef der CDU-Fraktion im Landtag, Karl-Josef Laumann, im Eschweiler Talbahnhof bei der Basis um Unterstützung für die Landtagskandidaten Hendrik Schmitz (Nordkreis) und Axel Wirtz (Südkreis).

Das Land stehe mit Blick auf den Demografischen Wandel in den kommenden zehn bis 15 Jahren vor einer Herkulesaufgabe, sagte Laumann vor knapp 100 Anwesenden.

Es gelte eine älter werdende Gesellschaft zu organisieren, wenn man ein erfolgreiches und wirtschaftlich starkes Land bleiben wolle, das auch im Wettbewerb mit jüngeren Ländern bestehen könne. Die CDU müsse sich dafür einsetzen, dass NRW ein starkes Industrieland bleibe. „Ich kann mir keine reine Dienstleistungsgesellschaft vorstellen, in der wir uns alle gegenseitig die Haare schneiden”, sagte Laumann.

Zu einem starken Industrieland gehöre aber auch eine gute Infrastruktur und eine Landesregierung, die für deren Ausbau einstehe. „Auch wenn man sich dabei Beulen holt.” In diesem Zusammenhang ging der Fraktionsvorsitzende auch auf die Energiepolitik ein. „Wir wollen die Energiewende”, erklärte er und betonte gleichzeitig die Notwendigkeit des Baus von neuen Kohlekraftwerken, die für ein Gelingen des Prozesses unverzichtbar seien.

Familie und Bürgergesellschaft sind wichtige Schlagworte für den ehemaligen Minister für Gesundheit und Soziales. Die Gesellschaft brauche starke Familienstrukturen und Menschen, die sich engagieren. Diese Menschen müssten einen Mittelpunkt, ein Zuhause finden. „Familien brauchen Sicherheit”, sagte Laumann. Wenn jede zweite Einstellung befristet sei, fördere das nicht die Familiengründung.

Auch die gesundheitliche Versorgung auf dem Land müsse ausgebaut werden. Es gelte, mehr Hausärzte auszubilden und Anreize für sie zu schaffen, sich auf dem Land niederzulassen. Laumann will eine Rekommunalisierung des Landes. „Die Städte und Gemeinden müssen wieder mehr Macht bekommen. Wenn sie eine Bürgergesellschaft wollen, müssen sie in der Gemeinde einen kompetenten Ansprechpartner finden. dafür braucht man Spielräume und auch etwas Macht.”

An einen möglichen Wechsel der Landesregierung mit Hilfe der FDP glaubt Laumann allerdings nicht. „Auch eine Fünf-Prozent-FDP bringt uns nichts. Da müssen wir uns gar nicht viel mit aufhalten.” Die CDU müsse so stark sein, dass SPD und Grüne keine Mehrheit bekommen, dann könne man Koalitionsverhandlungen erzwingen.
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