Würselen - Umzug von der Baracke ins Schmuckstück

Umzug von der Baracke ins Schmuckstück

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
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Neues Zuhause für „Christoph Europa1”: ADAC-Präsident Peter Meyer (v.r.), Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Friedrich Rehkopf, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung GmbH sind froh über die neue Rettungsstation (im Hintergrund). Foto: Ralf Roeger

Würselen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg hatte zu Beginn seiner Rede noch nicht einmal alle Ehrengäste begrüßt, da durchdrang die harte Realität die feierliche Stimmung: Ein Notrufsignal dröhnte durch den Hangar der neuen ADAC-Luftrettungsstation, in dem sich rund 100 Besucher versammelt hatten.

Als nur kurze Zeit später „Christoph Europa 1” samt Besatzung zum Einsatz abhob, war nicht nur Etschenberg klar: „Das macht deutlich, warum es wichtig ist, dass wir eine funktionierende Luftrettung haben.” Dass dazu auch optimale Rahmenbedingungen für Mensch und Maschine gehören, dies machten viele der zahlreichen Redner bei der Einweihungsfeier deutlich. Und auch, dass es daran auf dem Flugplatzgelände Merzbrück lange Zeit haperte.

So bekannte ADAC-Präsident Peter Meyer, dass seit Jahren „dringender Handlungsbedarf bestand”. Das ehemalige Unteroffizierskasino der belgischen Armee, in dem das Stationsteam bis vor wenigen Wochen untergebracht war, sei „eine Baracke gewesen”, sagte Friedrich Rehkopf, Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung GmbH, um danach wie viele andere vom rund zwei Millionen Euro teuren Neubau zu schwärmen: „Dieses Gebäude setzt bundesweit Standards.” Für Etschenberg ist es gar ein „richtiges Schmuckstück” - innen wie außen gleichermaßen.

Doch bis Freitag mussten bei der Planung und der Umsetzung sehr viele Steine aus dem Weg geräumt werden. Daran erinnerte etwa der städteregionale Dezernent für das Rettungswesen, Gregor Jansen: „Doch nun sind die Voraussetzungen optimiert.” Denn die Station bietet nicht nur einen geräumigen Hangar und eine eigene Tankstelle für den ADAC-Hubschrauber.

Vielmehr gibt es auf den über 300 Quadratmetern Platz und Technik für die Mitarbeiter, die vom Medizinischen Zentrum der Städteregion (Notärzte), vom Deutschen Roten Kreuz (Rettungsassistenten) und von der ADAC-Luftrettung (Piloten) gestellt werden - und die Jansen in höchsten Tönen lobte: „Der Hubschrauber wäre nichts ohne eine gute Besatzung. Und wir haben hier hervorragendes Personal.”

Dass es auch in Zukunft noch „Luftrettung auf höchstem Niveau für die Region” von Merzbrück aus geben wird, davon ist Etschenberg überzeugt: Schließlich sei die Investition in die neue Station „ein Bekenntnis des ADAC zu diesem Standort”.
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