Aachen - Trotz Gerumpels: CDU und Grüne zufrieden mit Städteregion

Trotz Gerumpels: CDU und Grüne zufrieden mit Städteregion

Von: Jutta Geese
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Aachen. Im Städteregionstag marschieren sie stets gemeinsam, doch ihre Bilanz nach gut einem Jahr Städteregion zogen die Spitzen von CDU und Grünen - jeweils aus Sicht von Partei und Fraktion - jetzt in getrennten Pressegesprächen.

Dabei war ihr Fazit nahezu identisch: Die Gründung der Städteregion war „richtig, wichtig und nötig”, sagte etwa Klaus Dieter Wolf (CDU). „Es hat sich gelohnt, dass wir den gemeinsamen Weg beschritten haben”, meinte Dr. Thomas Griese (Grüne) mit Verweis unter anderem auf die Umweltpolitik.

Dass das erste Jahr zwischen der Stadt Aachen und der Städteregion „nicht immer geräuschlos, auch nicht frei von Gerumpel” abgelaufen ist, wie es Harald Baal (CDU) ausdrückte, sehen die beiden Kooperationspartner als „gar nicht dramatisch” (Michael Rau, Grüne) an. Es werde „noch mehr Stolpersteine geben, aber das ist normal”, sagte Rau. Und Baal betonte: „Das ist wie in einer Familie - hin und wieder kracht es, aber Weihnachten wird zusammen gefeiert.”

Elisabeth Paul (Grüne) verglich das Zusammenwachsen von Stadt Aachen, ehemaligem Kreis und den neun ehemaligen Kreiskommunen mit dem langsamen Vorankommen beim Klimaschutz: „Das ist ein Marathon, kein Sprint.” Und angesichts der jüngsten Klagen darüber, dass Aachen durch die Städteregion in bundesweiten Rankings abgestürzt ist, verwies sie darauf, dass die Stadt bei anderen Statistiken, etwa im Sozialbereich, jetzt besser abschneide.

Unabhängig voneinander, aber übereinstimmend zählten die Vertreter der Mehrheit im Städteregionstag die Erfolge des ersten Jahres auf. Die Auflistung reichte von der Aufhebung von Doppelzuständigkeiten durch die Zusammenlegung von Ämtern und damit einhergehender Einsparung von insgesamt 36 Stellen über die Verkehrs- und Sozialpolitik inklusive Zusammenführung der Hartz-IV-Arge, die Ulla Thönnissen (CDU) besonders hervorhob, bis hin zu den erneuerbaren Energien samt Beginn der Kooperation zwischen der städtischen und der im Altkreis tätigen Versorger Stawag und Enwor, auf die Sabine Göddenhenrich (Grüne) hinwies. Tenor bei allen war: Ohne die Städteregion wären wir noch lange nicht so weit, wie wir jetzt sind.

Baustelle Wirtschaftsförderung

Und auch in der Beurteilung dessen, was noch fehlt, waren sich Grüne und CDU bei ihren jeweiligen Bilanzveranstaltungen einig: Axel Wirtz (MdL, CDU) nannte ebenso wie Thomas Griese das Ziel, die Regionalplanung von der Bezirksregierung Köln auf die Ebene der Städteregion zu holen. „Eine Baustelle” ist laut Wirtz zudem der gesamte Bereich Wirtschaftsförderung. „Es war aber auch nicht zu erwarten, dass die in einem Jahr abgeräumt ist”, erklärte er.
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