Aachen - Top-Kandidaten in der Städteregion: Zusammenarbeit ist das A & O

Top-Kandidaten in der Städteregion: Zusammenarbeit ist das A & O

Von: Udo Kals
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Gefüllte Reihen: Die Vertreter der Trägerkonferenz hören interessiert zu, was die Spitzenkandidaten zu sagen haben. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Ob die Städteregion für die Beschäftigungs-, Bildungs- und Qualifizierungsträger in Stadt und Kreis Aachen zu einem Drama, gar zu einer Tragödie oder doch zu einem eher optimistischen Stück Realismus wird, das wird sich noch zeigen.

Eins wurde indes am Mittwoch im Spiegelfoyer des Theaters Aachen bei einer Podiumsdiskussion mit den Kandidaten für das Amt des Städteregionsrates deutlich: Ob Helmut Etschenberg (CDU), Dr. Thomas Griese (Grüne), Uwe Löhr (Linke), Dr. Werner Pfeil (FDP) oder Uwe Zink (SPD) - sie alle sehen nicht nur die Arbeitsmarktpolitik als eines der zentralen Themen für die Städteregion an, sondern sie setzen auch auf die regionalen Träger als Partner. Und die sollen sich künftig ruhig noch mehr als bislang Gehör verschaffen.

„Fordern Sie Ihre Bedürfnisse ein, machen Sie der Politik Druck”, sagte Löhr den Vertretern der rund 80 in der sogenannten Trägerkonferenz versammelten Initiativen. Und das „am besten mit einer Stimme”, riet Zink: „Denn so können Sie sich besser durchsetzen.” Und diesem Rat will die Trägerkonferenz, der so unterschiedliche Akteure wie das Helene-Weber-Haus, die Aachener Tafel, das Euregio-Kolleg in Würselen oder die Kreis-Beschäftigungsinitiative Sprungbrett angehören, auch folgen.

Darauf verständigten sich die Mitglieder zum Ende der von unserem Redakteur Robert Esser moderierten Veranstaltung. Und das kommt nicht von ungefähr.

Schließlich können sich nicht nur Etschenberg oder Pfeil vorstellen, dass ein Vertreter der Trägerkonferenz künftig auch im Sozialausschuss der Städteregion oder auch im Ausschuss für Wirtschaftsförderung sitzen könnte. Gemeinsam versicherten die Kandidaten auch, dass trotz der Städteregion weiterhin Platz für lokale arbeitsmarktpolitische Initiativen bleiben wird. „Ja, bleiben muss. Die Vielfalt ist unerlässlich”, sagte Griese, der zugleich die Bedeutung der Hartz-IV-Argen in Stadt und Kreis unterstrich. „Wegen ihrer Struktur sind die Argen das beste Instrument, um regionale Arbeitsmarktimpulse zu koordinieren.”

Doch bei allen Gemeinsamkeiten tun sich auch Unterschiede auf, etwa beim Thema Hartz-IV-Arge. Klar ist, dass die Argen in Stadt und Kreis Aachen zum Gründungstermin der Städteregion am 21. Oktober zumindest formal zusammengeführt werden. Während etwa Zink mit der konkreten Zusammenführung warten will, bis die Bundesregierung die vom Karlsruher Bundesverfassungsgericht bis Ende 2010 geforderte und jüngst gescheiterte Strukturreform auf den Weg gebracht hat, will Etschenberg vorher aktiv werden. Zumindest da, wo es sinnvoll ist, sollen frühzeitig die Weichen gestellt werden. Wobei er betonte: „An den Strukturen vor Ort für die Kunden wird sich nichts ändern. Und auch bei befristeten Mitarbeiterverträgen gibt es Sicherheit.”
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