Tag des Ehrenamtes: „Soziales Kapital” erwirtschaftet

Von: M. S.
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Städteregionsrat Helmut Etschenberg (rechts) ehrte vier Preisträger für beispielgebendes ehrenamtliches Wirken. Heinz Kerkmann aus Höfen (Dritter von links) wurde von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter (hintere Reihe) aufs Podium geleitet. Foto: Manfred Schmitz

Rurberg. Die zum musikalischen Rahmenprogramm des Abends verpflichteten Männerstimmen „Capella a capella” konnten ihr volles Klangvolumen erst entfalten, als sie vom Schrumpfquartett zum Septett mit einem eloquenten Solisten wuchsen - das kaiserstädtische Ensemble war während der Reise in die Nordeifel zeitlich aus dem Takt geraten.

Dies war aber die einzige kleine Dissonanz zum „Tag des Ehrenamtes der Städteregion Aachen”. Städteregionsrat Helmut Etschenberg hatte verdiente Bürger aus diesem Anlass in den Rurberger „Antoniushof” geladen, so sich rund 150 Gäste einfanden.

Rurbergs neu erstandene gute Stube war der richtige Platz für die Veranstaltung, hätten doch 100 ehrenamtliche Helfer mehr als 14.000 Arbeitsstunden investiert, wie Etschenberg hervorhob. Der „Tag des Ehrenamtes” fand zum 11. Mal statt und war vom damaligen Landrat Carl Meulenbergh ins Leben gerufen worden.

Ohne Ehrenamt kein Bestand

Etschenberg betonte, das Phänomen Ehrenamt sei keineswegs neu: „Während der Evolution waren die Menschen schon immer auf gegenseitige Unterstützung und Hilfe angewiesen.” Etschenberg blickte in die Statistik, aus der hervorgehe, dass jeder dritte Deutsche sich derzeit ehrenamtlich engagiert. Die Bewohner der Städteregion lägen mit bis zu monatlich 22 unentgeltlich geleisteten Stunden klar über dem Bundesdurchschnit und erwirtschafteten dabei beträchtliches „soziales Kapital”.

Heinz Kerkmann wurde für seine Verdienste um das Vereinsleben ausgezeichnet. Edgar Beckmann nahm den Preis für positive Entwicklung des ambulanten Hospizdienstes Eschweiler/Stolberg im sozialen Bereich entgegen, Sonja Mertens (Baesweiler) erfuhr höchstes Lob für ihre segensreichen Aktivitäten auf sportlichen Sektor (seit 43 Jahren ist sie ein Aktivposten der Mutter/Kind- Turngruppe des TV O8 in ihrem Heimatortes) und die 27 Jahre alte Stolberger Schwimmerin Stephanie Preetz setzte positive Akzente in der Jugendarbeit.
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