Städteregion: Zahl der Flüchtlinge auf Rekordniveau

Von: red/pol
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Schleuser
In diesem Transporter hat ein Schleuser 14 Menschen aus Eritrea transportiert. Foto: Bundespolizei

Aachen. Die Zahl der Flüchtlinge in der Städteregion Aachen hat ein neues Rekordniveau erreicht. Laut Bundespolizei hat es im September mehr als 300 Aufenthalte und unerlaubte Einreisen gegeben, das sei eine große Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Im vergangenen Monat hätten vor allem Flüchtlinge aus den Krisenregionen Syrien und Eritrea sowie aus dem Norden und dem Westen Afrikas bei der Bundespolizei ein Schutzersuchen gestellt und seien daraufhin an Aufnahmeeinrichtungen weitergeleitet worden, heißt es weiter in der Meldung.

Ein großer Teil der Flüchtlinge ist von organisierten Schleuserbanden in die Region gebracht worden - meist von den Niederlanden oder Belgien aus, mit Kleintransportern, Bussen oder per Zug. Gleich neun Schleuser haben Fahnder der Bundespolizei in diesem Zeitraum festgenommen.

So waren zum Beispiel schon Anfang September 14 Eritreer am ehemaligen belgischen Grenzübergang  „Köpfchen“ in einem Kleintransporter entdeckt und befreit worden. Ein 62-jähriger Schleuser hatte vier Jugendliche auf Hockern ohne Sicherheitsgurte im Kofferraum befördert. Der Mann sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft, ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Laut Bundespolizei werde Deutschland von den Flüchtlingen in manchen Fällen nur als Transitland genutzt, um nach Nordeuropa zu gelangen. In den Vernehmungen würden sie oft über ihre abenteuerlichen Reisen sprechen, auch die hohen Schleuserlöhne seien häufig ein Aspekt. Gemeinsam mit Dolmetschern, diversen Behörden und Hilfsorganisationen kümmere sich die Bundespolizei um die oft traumatisierten Menschen.

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