Aachen - Städteregion würdigt Ehrenamtler

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Städteregion würdigt Ehrenamtler

Von: Daniel gerhards
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Dieter Wolf, Städteregionsrat
Dieter Wolf, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Sparkassenvorstand Hubert Herpers (von links) vergeben den Stifterpreis „Ehrenamtliches Engagement”. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft ausmachen. Wer den Nachbarn hilft oder sich sozial engagiert, steht selten im Rampenlicht.

Mit dem „Stifterpreis gesellschaftliches Engagement 2012” zeichnet die Stiftung „Ehrenamtliches Engagement” nun erstmals Ehrenamtler aus - Gruppen und Einzelpersonen, die sich generationsübergreifend engagieren. Das Motto lautet: „Alt hilft Jung, Jung hilft Alt.”

Ehrenamtliches Engagement ist für Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, heute unverzichtbar. „Ohne das Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft eine andere. In den letzten Jahren ist uns sehr bewusst geworden, dass die Gesellschaft durch das Ehrenamt bunter und solidarischer wird”, sagte Etschenberg. An den Stellen, an denen der Staat nicht mehr für jeden sorgen könne, springen Menschen freiwillig und ohne Bezahlung ein und kümmern sich um andere. „Je mehr die Kommunen finanziell in die Enge geraten, desto wichtiger ist das Ehrenamt”, sagte Sparkassenvorstand Hubert Herpers, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands. „Es ist schon gewaltig, was durch das Ehrenamt bewegt wird.”

Das Ehrenamt zu würdigen, liegt auch der Politik in der Städteregion sehr am Herzen. Als die Sparkasse Aachen 2010 zu ihrem 175-jährigen Bestehen 1,75 Millionen Euro zur Verfügung stellte, war für die Politik im Städteregionsrat klar, dass man damit Menschen fördern möchte, die sich ehrenamtlich einbringen. „Man war sich sehr einig darüber. Wir wollen das Ehrenamt nicht nur mit Worten, sondern auch mit Geld anerkennen”, sagte Dieter Wolf, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums.

Das Thema des generationsübergreifenden Engagements ist für die Stiftungsleitung von besonderer Bedeutung. Der demografische Wandel habe etwas „Bedrohliches”, sagte Etschenberg. Man wolle zeigen, dass man diesen Prozess auch positiv gestalten kann. Zudem könne man dafür sorgen, dass das Verständnis von Jüngeren für die Bedürfnisse Älterer (und umgekehrt) wächst.

Nachdem das Stiftungsvermögen angelegt wurde, können nun die ersten Erträge in als Preise ausgeschüttet werden. 10.000 Euro werden als Preisgelder in vier Kategorien ausgezahlt: in der Kategorie „Gemeinsam engagiert” an Vereine und Initiativen, die sich für die Verbindung von Generationen stark machen; in der Kategorie „Einsatz für eine gute Sache” geht es um Einzelpersonen, die durch dauerhaftes Engagement als Vorbild für andere gelten. Junge Menschen, die sich generationenübergreifend einbringen, werden in der Kategorie „Nachwuchs mit Idealen” ausgezeichnet. Zudem wird „Eine überzeugende Idee” ausgesucht, die das Miteinander der Generationen voranbringt.

Vorschläge nimmt die Stiftung „Ehrenamtliches Engagement” per Post (Zollernstraße 10, 52070 Aachen), im persönlichen Gespräch oder per E-Mail bis 15. September entgegen. Die Preise werden voraussichtlich im November vergeben.
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