Städteregion: Weniger Raser, weniger Geld

Von: Robert Esser
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Aachen. Immer mehr Autofahrer in der Städteregion Aachen treten auf die Bremse. Die Zahl der Raser sinkt - was die Verkehrssicherheit erhöht, aber die Einnahmen von Land und Kommunen erheblich verringert.

Wohl auch wegen des frühen Wintereinbruchs Ende November zählte die Polizei im Jahr 2010 rund 450 Geschwindigkeitsverstöße weniger als im Vorjahr (18.105). Im ehemaligen Kreisgebiet wurden zudem 192.137 Autofahrer an 55 Messstellen und zwei Radarwagen geblitzt. Das sind 3897 Fälle weniger als 2009 und sogar 26.428 weniger als im Rekordjahr 2006.

Damals nahm die öffentliche Hand 5,41 Millionen Euro aus Raser-Portemonnaies ein - 820.000 Euro mehr als heute. Nicht einmal auf ein Viertel des ländlichen Raser-Aufkommens kommt die Stadt Aachen mit ihren neun Starenkästen und zwei mobilen Einheiten. Auch hier gingen die Tempoverstöße zurück: von 44.791 auf 43.745 Fälle. So kassierte die Stadt 1,27 Millionen Euro und damit gut 135.000 Euro weniger als 2009. Die aktuellen Zahlen übermittelten Behördensprecher auf Anfrage unserer Zeitung.

Insgesamt stellten die Ordnungsbehörden vergangenes Jahr 25.3543 Geschwindigkeitsverstöße in der Städteregion fest. Das sind etwa 5400 weniger als 2009 - für die öffentliche Hand hunderttausende Euro Verlust.

So wurden die Haushaltsansätze in punkto Verwarnungs- und Bußgelder in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Schon 2009 wollte die Stadt eigentlich die 1,6 Millionen-Grenze knacken - auch dank eines weiteren Radarwagens, der zuvor angeschafft worden war.

Was die Raser nicht schaffen, sollen in Zukunft Falschparker ins Stadtsäckel füllen. Aachens Kämmerin Annekathrin Grehling plant offenbar Mehreinnahmen aus dem ruhenden Verkehr ein. Der Etatansatz soll von 5,2 auf 5,4 Millionen Euro steigen. Dabei zählte man 2010 rund 4000 Knöllchen weniger als 2009 (277.000).
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