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Städteregion startet Förderprogramm „Bildungszugabe”

Von: Jutta Geese
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Auch Sport steht auf dem auße
Auch Sport steht auf dem außerschulischen Stundenplan: Schwerpunkte der „Bildungszugabe” sind jedoch die Bereiche Naturwissenschaft und Technik sowie Kunst und Kultur. Foto: sr

Aachen. Raus aus dem Klassenzimmer, rein in eine der vielen außerschulischen Einrichtungen zwischen Aachen, Baesweiler und Monschau: „Lernt doch mal woanders!”, fordert die Städteregion Kinder und Jugendliche beziehungsweise Kindertagesstätten und Schulen auf.

Und damit diese die vielfältigen Angebote von Museen, Theatern, Musikschulen, Stadtbibliotheken und anderen auch wahrnehmen können und nicht aus finanziellen Gründen ablehnen müssen, nimmt die Städteregion ein stattliches Sümmchen in die Hand. Das Förderprogramm „Bildungszugabe” ist bis zum Jahr 2014 mit stolzen 225.000 Euro jährlich ausgestattet. In diesem Jahr kommen gar weitere 75.000 Euro hinzu, zweckgebunden für sportliche Angebote von Alemannia Aachen.

„Es ist nicht vermessen zu sagen, dass wir mit der Bildungszugabe Pionierarbeit leisten”, sagt Städteregionsrat Helmut Etschenberg mit Blick darauf, dass sich die Städteregion als die Bildungsregion schlechthin in NRW profilieren will. Ein Baustein dabei ist der Versuch, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen, die bislang keinen Zugang zu außerschulischen Bildungseinrichtungen haben, diesen unkompliziert und kostenlos zu ermöglichen - und sie dadurch zu motivieren, sich mit ihnen unbekannten, aber durchaus spannenden Themen aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik sowie Kunst und Kultur zu beschäftigen.

Schulen und Kitas, aber auch die Träger der Betreuung an Offenen Ganztagsschulen können in der jetzt anlaufenden Pilotphase aus mehr als 50 Projekten von 32 „Anbietern” wählen. Manche dieser Anbieter kommen samt Material und Personal in die Schulen, zu anderen müssen die Gruppen hinfahren. „Wir wissen, dass es Schulen und Kitas gibt, die selbst kostenlose außerschulische Angebote bisher nicht nutzen konnten, weil sie die Fahrtkosten nicht gestemmt bekamen”, sagt Bildungsdezernent Gregor Jansen. Doch das sei jetzt kein Hinderungsgrund mehr, denn auch diese Kosten werden übernommen, jedenfalls solange das Budget dafür nicht ausgeschöpft ist. Möglich sei dies auch dank der Busunternehmen Aseag und Taeter, die den Transport mit günstigen Konditionen sponsern, betont Etschenberg.

Ein Aspekt ist Jansen wichtig: Mit dem Programm, das sehr unbürokratisch abgerufen werden kann (siehe „Zwei Fragen an”), sollen zusätzliche Bildungsangebote geschaffen werden. Will heißen: Die Fördergelder sollen nicht als Ersatz für andere Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden, damit wirklich vor allem die Schulen und Kitas in den Genuss der Bildungszugabe kommen, die keine anderen Förderer haben. „Wir sammeln jetzt erst mal Erfahrungen, wie das Angebot überhaupt angenommen wird. Dann wird sich zeigen, ob wir im nächsten Jahr an der ein oder anderen Stelle nachjustieren müssen.”
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