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Soziales Engagement: Junge Menschen mit Stifterpreis ausgezeichnet

Von: Rolf Hohl
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Ausgezeichnet: Die Stiftung Ehrenamt ehrte engagierte junge Menschen. Die Jury um Stiftungsvorstand und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (l.) zeigte sich tief beeindruckt von ihrer Arbeit. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. „Wir werden heute mehr tun, als nur Danke sagen“, betonte Dieter Wolf, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Ehrenamt bei der Verleihung des Stifterpreises an junge Menschen aus der Region, die sich ehrenamtliches engagieren.

„Wir wollen nicht nur die Arbeit, sondern auch den sozialen Zusammenhalt und die gemeinsamen Aktivitäten fördern.“ Ausgezeichnet wurden fünf Vereine und Einzelpersonen. Sie teilten sich die große Anerkennung der Gäste bei der Feier im Städteregionshaus und das Preisgeld von 15.000 Euro.

Die Jury wählte aus über 50 Einsendungen die fünf Initiativen aus. Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands und Städteregionsrat, Helmut Etschenberg, stellte fest: „Die Auswahl hat uns eine Menge Kopfzerbrechen bereitet.“ Er habe Achtung davor, dass so viele junge Leute trotz wachsender Belastungen durch Schule, Studium und Ausbildung noch Zeit für ehrenamtliche Arbeit fänden. Der Ehrenamtsbeauftragte der Städteregion, Theo Steinröx, merkte an: „Mich überrascht immer wieder die Vielfalt an Vereinen und Initiativen in unserer Region.“ Der Stifterpreis trage ein wenig dazu bei, diese Vielfalt zu erhalten. „Ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft weniger bunt, weniger vielfältig, einfach weniger liebenswert“, betonte Steinröx.

Der Stifterpreis wurde in vier Kategorien vergeben. Preisträger in der Kategorie „Einsatz für eine gute Sache“ sind die Jugendfeuerwehr Baesweiler und die Verkehrskadetten Aachen. Etwa 40 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren sind in der Jugendfeuerwehr Baesweiler aktiv, so Laudator Steinröx. Sie werde insbesondere für ihren Einsatz für Integration und Inklusion ausgezeichnet.

Ohne die Verkehrskadetten, bei denen aktuell etwa 40 junge Leute im Alter zwischen 15 und 25 Jahren aktiv sind, wären viele große Veranstaltungen in und um Aachen, ob Weihnachtsmarkt, CHIO oder die Alemannia-Spiele auf dem Tivoli, „nicht denkbar, zumindest nicht ohne riesiges Verkehrschaos“, sagte Laudator Wolf. Aber die Kadetten seien nicht nur bei Großveranstaltungen präsent, sondern leisteten das ganze Jahr über hervorragende Jugendarbeit.

In der Kategorie „Nachwuchs mit Idealen“ erhielt Jana Gülpen aus Eschweiler die Auszeichnung. Die 18-Jährige sei vorbildlich in ihren Engagement, so Kuratoriumsmitglied Axel Hartmann. Denn seit ihrem zwölften Lebensjahr sei sie im SV Falke Bergrath im Fußball aktiv: als Spielerin, Trainerin oder Schiedsrichterin, im Jugendvorstand und im Schulsport.

Der Bund der katholischen Jugend Aachen-Brand überzeugte in der Kategorie „Gemeinsam engagiert“. Er leiste für rund 250 Kinder und Jugendliche „eine Jugendarbeit, die sich sehen lassen kann“, so Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Erleben von Gemeinschaft stehe im Vordergrund, und stets würden Kinder aus sozial benachteiligten Familien einbezogen.

Einen besonderen Applaus ernteten die Simmerather Abiturientinnen Surayya Norkobilova, Maja Gerdes, Anna König und Senta Kreischer. Die Redakteurinnen der Schülerzeitung des Franziskus-Gymnasiums Vossenack machten in vielen Artikeln auf die Situation der Flüchtlinge in der Unterkunft Langschoss aufmerksam. Darin thematisierten sie die Lebensrealität der Flüchtlinge und „hielten den Menschen einen Spiegel vor, wie sie mit diesen hilfsbedürftigen Personen umgehen“, sagte Etschenberg. Zudem seien sie selbst aktiv vor Ort, kümmerten sich vor allem um die Kinder. Damit gewannen die Schülerinnen in der Kategorie „Eine überzeugende Idee“. „Wir fahren jeden Tag an dem Heim vorbei und sehen, wie abgeschieden diese Menschen dort leben“, erklärte Senta Kreischer ihr Engagement. Mit dem Preisgeld wollen die Abiturientinnen etwas gegen die Eintönigkeit des Alltags im Asylheim unternehmen. „Schon früher haben wir Feste, Ausflüge und Picknicke am See organisiert, um den Menschen etwas zu bieten“, sagte Kreischer. „Das wollen wir gerne fortführen.“

Die Städteregion hat die Stiftung für das Ehrenamt gegründet und mit 10.000 Euro ausgestattet. Ohne die Sparkasse Aachen aber wäre der Stiftung vieles nicht möglich in der Unterstützung des Ehrenamtes, betonte Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Denn sie habe anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens im Jahr 2010 stolze 1,75 Millionen Euro in die Stiftung eingebracht.

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