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Schausteller treten als Organisatoren an

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
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Die Schausteller wollen eigenveranwortlich Kirmesse in der Städteregion organisieren: Der Vorsitzender des Schaustellerverbandes, Peter Loosen (rechts), ist Geschäftsführer der neuen Kirmesbetreiber-Gesellschaft, Rolf Offermanns ist als Prokurist im Handelsregister eingetragen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Schaustellerverband Aachen stellt sich neuen Aufgaben. Die Karussellbetreiber und Autoscooterbesitzer wollen nicht mehr nur von Ort zu Ort reisen und der Bevölkerung ein paar schöne Tage bereiten. Sie wollen ganze Pakete anbieten.

Will heißen: Kirmesse mit allem Pipapo - von der Platzorganisation bis zur Abrechnung, von der Belegung mit unterschiedlichen Unterhaltungsangeboten über die Werbung für den Jahrmarkt. Alles aus einem Guss also.

In Aachen will Schaustellerchef Peter Loosen mit seinen Leuten Stadtteilkirmesse organisieren, im Altkreis unterbreitet er den Städten und Gemeinden das Angebot. Deshalb hat der Schaustellerverband Aachen eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet, die „Schaustellerdienste der Städteregion Aachen” (SDSA). Geschäftsführer ist immer der jeweilige Vorsitzende des Schaustellerverbandes. Ihm zur Seite steht ein Prokurist, zurzeit ist das der Schausteller Rolf Offermanns.

Jahrmarkt aus einem Guss

Stolberg und Eschweiler haben bereits mit der jungen GmbH Verträge abgeschlossen, der jeweilige Jahrmarkt wird in Regie der Jahrmarktbeschicker geführt. „Wir hoffen nun natürlich, dass auch andere Städte und Gemeinden wie Baesweiler, Alsdorf, Würselen, Simmerath oder Monschau auf den Zug aufspringen”, sagt Loosen. „Selbstverständlich bieten wir auch an, als Juniorpartner die jeweilige Kirmes zu organisieren.”

Dicke Gewinne erwarten Loosen und Offermanns nicht. „Mit einer schwarzen Null sind wir zunächst zufrieden”, versichert Offermanns. Für die Schausteller sei es in immer schwieriger werdenden Zeiten überlebenswichtig, kreative Vorschläge zu unterbreiten und auch umsetzen zu können. „Wir haben mit den Freizeitparks und den vielen anderen Freizeitangeboten eine ungeheure Konkurrenz im Nacken sitzen”, weiß Loosen. Der wollen die Schausteller mit dem Jahrmarkt aus einem Guss entgegentreten.

Und trotzdem dem Rummelplatzbesucher das Gefühl vermitteln, „Kirmes wie früher”, dazu noch familienfreundlich, erleben zu dürfen. „Das kann kein städtischer Bediensteter mal so nebenbei organisieren”, sind Loosen und Offermanns überzeugt. Deshalb sind sie guten Mutes, dass weitere Kommunen zugreifen und sich der Dienste der GmbH bedienen. Den Öcher Bend allerdings wollen sie nicht selbst bewirtschaften. Loosen: „Da ist das Eurogress der Chef, und das bleibt auch so.”
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