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Rein in die Kisten, raus aus den Kisten

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Alles wiedergefunden: Claudia Küpper und Stephan Xhonneux haben ihre Arbeitsplätze nach dem Umzug schon wieder eingerichtet. Foto: D. Gehards

Aachen. Für Claudia Küpper lief der Umzug reibungslos. Als sie die Umzugskartons aufklappte, fand die Sachbearbeiterin für die Heimaufsicht der Städteregion die Akten wieder, die sie einen Tag zuvor eingepackt hatte.

Für Claudia Küpper - wie für die anderen Mitarbeiter des Amts für soziale Angelegenheiten - lief der Umzug in der vergangenen Woche problemlos. Auch wenn man um die obligatorische Unordnung während eines Umzugs kaum herumkommt: „Teilweise war es schon wüst”, sagt sie, „aber das lässt sich wohl nicht vermeiden.”

Innerhalb von zwei Tagen verteilten sich die rund 100 Mitarbeiter des Amts für soziale Angelegenheiten von einer Etage des Kreishauses auf vier. Nachdem im Sommer 45 Sozialamtsmitarbeiter der Stadt Aachen zur Städteregion wechselten, wurde es in den Büros des Kreishauses eng. Die weitere Verteilung der Sachbearbeiter soll einen besseren Datenschutz gewährleisten: „Der Bürger hat einen Anspruch darauf, dass seine Daten vertraulich behandelt werden”, sagt Herbert Braunsdorf, Leiter des Bereichs Hausservice der Städteregion, der den Umzug der Abteilungen koordiniert.

Aufwendiger wird der Umzug schon für die Mitarbeiter des neuen gemeinsamen Gesundheitsamts. Derzeit werden in den Aachen-Arkaden Mobiliar und Technik für die ehemaligen Mitarbeiter der Gesundheitsämter von Stadt und Kreis installiert. Dort richten sich die Mitarbeiter gestaffelt über eine Woche ein. „Der Dienst soll aufrechterhalten bleiben. Auch wenn wir ein paar Tage improvisieren müssen”, erklärt Braunsdorf. Am 2. November soll der Betrieb wieder regulär laufen.

Die Räume in den Aachen-Arkaden sind die einzigen angemieteten Büros der Städteregion, in denen die Mitarbeiter auch nach der Fertigstellung des sogenannten „Sparkassen”-Neubaus in unmittelbarer Nähe des Kreishauses bleiben sollen. „Die Arkaden sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto sehr gut zu erreichen”, sagt Braunsdorf: „Dort haben wir einen langfristigen Mietvertrag über zehn Jahre.”

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts können sich also wohl auf einen längerfristigen Verbleib im Aachener Osten einrichten. Anders ist es für einen Teil der Mitarbeiter des Kataster- und Vermessungsamts. Sie bleiben auf die Räume des Kreishauses und der Stadt Aachen in der Lagerhausstraße verteilt. Allerdings sollen sie auch räumlich zusammengeführt werden. „Wenn der Neubau an der Zollernstraße Ende 2011 fertig ist, möchten wir zentralisieren”, sagt Braunsdorf.

Bisher läuft der Umzug, der durch die Zusammenlegung bestimmter Aufgaben von Stadt und Kreis nötig wurde, reibungslos - was eine Menge Planung im Vorfeld erforderte. „Wir wollten den Umzug für die Mitarbeiter so erträglich wie möglich machen und haben ihn so geplant, dass für die Bürger nur wenige Einschnitte entstehen”, sagt Herbert Braunsdorf. „Das erforderte eine sehr detaillierte Abstimmung.”

Auch in den einzelnen Ämtern sahen viele Mitarbeiter die Umzugsplanungen skeptisch. „Die Veränderung hat schon Ängste ausgelöst”, sagt Stephan Xhonneux vom Sozialamt. „Die konnten wir aber durch Gespräche abbauen.”

Ein Umzug steht auch den neuen Mitarbeitern des städteregionalen Veterinäramtes noch bevor. Anfang Dezember sollen die aus Aachen wechselnden Mitarbeiter in das bereits bestehende Amt im Würselener Gewerbegebiet Aachener Kreuz ziehen, wo sich auch seit Jahren bereits das Straßenverkehrsamt befindet.

Insgesamt hofft Braunsdorf, dass der Umzug besonders für die Bürger möglichst reibungslos verläuft. „Das funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Allerdings wird es sich nicht vermeiden lassen, dass auch ein Bürger einmal zur falschen Adresse läuft”, sagt der Umzugskoordinator.
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