bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Regio-Sportbund: Baesweiler zieht als letzte Kommune nach

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der (finanzielle) Druck aus Duisburg hat seine Wirkung nicht verfehlt.

Ein Beschluss des dort ansässigen Landessportbundes (LSB), nach dem alle Sportvereine ab 1. Januar 2012 nicht nur mindestens einem Fachverband, sondern von nun an auch einem Stadt- oder Gemeindesportverband angehören müssen, wenn sie weiterhin LSB-Leistungen erhalten wollen, machte die Entscheidung der Sportler fast schon unumgänglich.

Hatten sich Baesweiler, Eschweiler und Simmerath lange Zeit dagegen gewehrt, einen entsprechenden Dachverband zu gründen, wurde dies nun nachgeholt. Anfang der Woche gab es nun auch in Baesweiler als letzte Kommune grünes Licht - „und dies einmütig”, wie Sportamtsleiter Wolfgang Ohler sagt. Gleichwohl betont er: „Ohne die neuen Wege der Mittelvergabe hätten dies nicht gemacht. Aber wir wollten verhindern, dass für die Vereine Gelder verloren gehen.” Zudem erhofft er sich vom dem Stadtsportverband, dass er als Plattform für die Vereine genutzt wird. „Für den Austausch kann dies sicherlich förderlich sein.” Durch die Strukturveränderung, das versichert Ohler auch, ändere sich für die Vereine nichts.

Björn Jansen ist als Präsident des zu Jahresbeginn gegründeten Regio-Sportbundes Aachen (RSB) froh, dass nun alle Kommunen mit im Boot sind. „Die Tilgung der drei weißen Flecken ist ein kleiner Schritt nach vorn”, meint der Aachener SPD-Ratsherr und Bürgermeister, der mit dem Würselener CDU-Städteregionstagsabgeordneten Günter Kuckelkorn als seinem Vize nun den Fusionsprozess im RSB vorantreiben muss. Ende 2010 war der Kreissportverband nach Querelen aufgelöst sowie im Anschluss der RSB gegründet worden, dem rund 140.000 Mitglieder in knapp 650 Vereinen in der gesamten Städteregion angehören.

„2011 war ein Übergangsjahr”, bilanziert Jansen. Schließlich müssen die Stadt- und Gemeindesportverbände aus dem Altkreis mit dem weitaus größeren Aachener Stadtsportbund (SSB) unter einen Hut gebracht werden: „Die Gesamtstruktur muss wachsen und wir müssen definieren, wo wir hinwollen”, sagt Jansen, der zugleich auch SSB-Chef ist. Zudem gelte es, nach der „Arbeit hinter den Kulissen” auch Inhaltliches auf den Weg zu bringen und präsenter für die Vereine zu sein.

Homepage ist in Arbeit

Diese Zeit sieht auch Manfred Wonik gekommen. „Nachdem die Grundlagen vorhanden sind, muss jetzt was passieren. Dieser ganze Prozess macht nur Sinn, wenn er kein Selbstzweck ist, sondern spürbare Vorteile für die Vereine bringt. Ich will zum Jahresbeginn ein deutliches Signal hören, dass die Arbeit beginnt”, sagt der stellvertretende LSB-Geschäftsführer: „Wir werden weiterhin das beisteuern, was wir können.” Dazu gehört etwa Geld zur Umsetzung des Programms „NRW bewegt seine Kinder” in Kitas und Schulen in der Städteregion.

Derweil arbeitet der RSB daran, dass er auch eine tatsächliche Anlaufstelle für die Vereine sein kann. So soll - ein Jahr nach der Gründung - demnächst eine Homepage freigeschaltet werden. Zudem steht mit dem Aachener SSB der Umzug der Geschäftsstelle von der Sigmundstraße in die Nadelfabrik im Aachener Reichsweg an. Am 20. Dezember sollen Kartons geschleppt werden, falls die Brandschutzprobleme, wie Jansen sagt, rechtzeitig gelöst werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert