Städteregion - Pendeln soll attraktiver werden

Pendeln soll attraktiver werden

Von: Amien Idries
Letzte Aktualisierung:
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Für bessere Luft über Aachens Dächern: Mit Hilfe des neuen Internetportals mitpendler.de soll die Feinstaubbelastung in der Stadt gesenkt werden. Foto: Harald Krömer

Städteregion. Im Moment ist das Angebot noch übersichtlich, auf Dauer soll sich das neu geschaffene Internetportal www.mitpendler.de jedoch zur ersten Adresse für Pendler in NRW entwickeln. „Von Arbeitnehmern wird immer mehr Mobilität gefordert”, sagt Gisela Nacken, Umweltdezernentin der Stadt Aachen, „gleichzeitig steigen die Preise für diese Mobilität, so dass Pendler zunehmend den Vorteil von Fahrgemeinschaften entdecken.”

Diese Vorteile will das neue Angebot, an dem sich neben Stadt und Kreis Aachen landesweit 25 weitere Kommunen beteiligen, verstärken und so das Fahren in Gemeinschaft noch attraktiver machen. „Mehr solcher Gemeinschaften würden nicht nur eine Zunahme von Mobilität im Kreis, sondern auch eine Entlastung der Stadt Aachen bedeuten”, erläutert Nacken.

So stellt das Pendler-Projekt einen Baustein des Luftreinhalteplans dar, mit dem die Stadt versucht, die Feinstaubbelastung innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte zu halten.

Männer oder Frauen?

Seit dem Jahr 2000 gab es eine ähnliche Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Pendlernetz-NRW, „diese wurde jedoch nun eingestellt, da das neue Angebot dem Nutzer bessere Möglichkeiten bietet”, sagt Uwe Zink, Umweltdezernent des Kreises. Wesentlich praxisorientierter und flexibler sei die neue Software. Wichtigste Neuerung ist die Einbindung von Daten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

„Wenn ich beispielsweise von Alsdorf nach Aachen pendeln möchte, es aber nur eine Mitfahrgelegenheit ab Würselen gibt, wird mir angezeigt wie ich das fehlende Stück per Nahverkehr überbrücken kann”, erklärt Uwe Müller, der das Verkehrsmanagement der Stadt Aachen leitet, „darüber hinaus wird die Route auch mittels Karte visualisiert, und man hat die Möglichkeit, Zwischenstopps einzubauen.”

Interessierte Pendler können sich auf der Seite zwanglos umschauen und mit den Funktionen vertraut machen. Wer jedoch aktiv werden will, muss sich registrieren lassen. Beim Aufgeben eines Gesuchs lässt sich dann festlegen, ob man etwa mit Rauchern oder Nichtrauchern fahren möchte, Gepäck dabei hat oder bevorzugt mit Männern oder Frauen pendelt. Bei einem passenden Angebot wird der Kontakt zwischen den potentiellen neuen Fahrfreunden via E-Mail hergestellt.

Insgesamt also ein recht komfortables Angebot, bei dem sich nur ein kleiner Schönheitsfehler entdecken lässt. Versucht man nämlich, von Aachen nach Heerlen zu pendeln, so streikt die Software. An der Grenze zu den Niederlanden hört die Karte einfach auf. „Die Kooperation mit unseren Nachbarstaaten ist sicherlich wichtig und steht auf unserer Agenda ganz oben”, versichert Kreisdezernent Zink. Damit demnächst auch grenzübergreifend gependelt werden kann.
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