Niemand wird alleine gelassen

Von: Svenja Pesch
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Aachen. Die Sorge, wie es nach einer Krebsbehandlung weitergeht, spürt jeder Betroffene. Eine Anlaufstelle finden diese Menschen in der Krebsberatungsstelle und Krebs-Selbsthilfekontaktstelle Aachen (KBS), die seit dem Umzug in der Lütticher Straße 10 in Aachen beheimatet ist.

„Wir möchten den Patienten die Sicherheit geben, dass an jeden einzelnen gedacht wird. Auch nach der Erkrankung geht es weiter, und kein Betroffener soll vergessen werden”, betont Helga Ebel, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und seit 25 Jahren Leiterin der KBS.

Dabei setzt die für die Städteregion zuständige Beratungsstelle drei Schwerpunkte: Einzelberatung - rund 2900 Frauen und Männer, darunter 530 Angehörige von Erkrankten, suchten im Jahr 2008 Hilfe bei der KBS -, Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Krankenhausdienste. Die intensive Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern ist laut Ebel enorm wichtig, denn dort sind die meisten Patienten. Mit 50 Öffnungsstunden pro Woche benötigt die Beratungsstelle viele ehrenamtlich Tätige. In allen Bereichen arbeiten die Freiwilligen, von Besuchen im Krankenhaus bis hin zur Buchführung.

Patienten ermutigen

Seit der Gründung der Beratungsstelle im Jahr 1979 ist die Zahl der Selbsthilfegruppen stetig gestiegen. Gab es am Anfang nur Selbsthilfegruppen für Frauen nach einer Krebserkrankung, für Kehlkopfoperierte und für Menschen mit künstlichem Darmausgang, sind es heute weitaus mehr Gruppen - etwa für Betroffene von Leukämie oder Prostatakrebs. Das Hauptanliegen der KBS ist, dass die Patienten in den Selbsthilfegruppen ermutigt werden, nicht aufzugeben. Dabei ist auch der gemeinsame Austausch von Erfahrungen wichtig. „Jemand, der selbst eine Krebserkrankung gut überstanden hat, kann nicht nur die Betroffenen besser verstehen, er kann ihnen auch das Gefühl, dass nicht alles verloren ist und es weitergeht, am besten vermitteln”, erklärt Ebel.

Doch nicht nur die Arbeit mit Erkrankten ist laut Ebel von großer Relevanz, sondern auch der Kontakt zu den Ärzten. Denn eine gute Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient sei eine Grundvoraussetzung für eine Behandlung.

Die Erfüllung all dieser Aufgaben sei nur möglich, wenn ausreichend Geld zur Verfügung stehe, sagt Ebel. So bezahlen etwa die Städteregion oder Krankenhäuser einen festen Satz zur Unterstützung des Trägervereins. Ohne Spenden aber müsste die KBS auf viele Angebote verzichten.
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