Aachen - Netzwerk W stellt Kontakt zwischen Kreativen und Galeristen her

WirHier Freisteller

Netzwerk W stellt Kontakt zwischen Kreativen und Galeristen her

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:

Aachen. 95 Anmeldungen in nur fünf Tagen: Am Ende waren es 300 Künstlerinnen und Künstler, die an den Workshops der Landesinitiative Netzwerk W in der Städteregion teilgenommen haben.

„Das zeigt, dass der Bedarf hoch ist. Deshalb werden wir das Projekt auch die nächsten drei Jahre fortsetzen”, sagt Projektleiterin Dr. Nina Mika-Helfmeier. Netzwerk W ist eines von 15 Projekten, das vom NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration gefördert wird.

Ziel ist es, den Beratungs- und Informationsbedarf von kreativ Tätigen und Wiedereinsteigerinnen im Kreativsektor zu erfassen und durch gezielte Aktivitäten miteinander zu vernetzen. Kontakte knüpfen zu Galerien, die Presse auf die eigenen Arbeiten aufmerksam machen: Freiberufliche Künstler müssen auch zugleich Unternehmer sein.

Anfragen aus ganz NRW

„Wir hatten Anfragen aus ganz Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Solche Workshops, die konkret aufzeigen, was zu tun ist, gab es bislang noch nicht”, erklärt Mika-Helfmeier.

Vielleicht auch, weil die Verbindung von Kunst und Kommerz lange Zeit verpöhnt war. Kunst sei nicht kommerzialisierbar, sei lange die vorherrschende Meinung gewesen. „Die Kunst muss frei sein. Sie ist ein persönliches Produkt, das es zu vermarkten gilt”, betont Nina-Mika Helfmeier.

Dazu hat das Netzwerk W im Rahmen der Workshops eine Reihe Referenten zusammengebracht, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten Künstlerinnen und Künstlern ihren Weg erleichtern sollen. Künstlerinnen wie die Aachener Malerin Irene Treutlin.

Vor fünf Jahren hat sich die 47-Jährige selbstständig gemacht. Doch auch sie ist auf Hürden gestoßen, auf Fragen wie: Wie mache ich mich und meine Kunst bekannt? Wie stelle ich Kontakt zur Presse her? „Ich hatte schon Ahnungen, aber es war gut, sie in den Workshops noch einmal bestätigt zu hören und auch neue Ansätze zu erfahren”, sagt Irene Treutlin.

Besucht hat sie unter anderem den Workshop für Bildende Künstler, geleitet von Sabine Rother, Redakteurin dieser Zeitung, und den Abschluss-Kurs, der Künstler und Galeristen an einen Tisch bracht. Francis Feidler, Direktor des IKOB Eupen, sowie die Galeristinnen Anita Engert und Renate Hoffmann gaben Einblick in ihre Arbeit und Tipps, wie sich Kontakte zu einer Galerie überhaupt knüpfen lassen.

80 Prozent der Teilnehmer waren übrigens Frauen. „Denn an sie insbesonders richtet sich das Netzwerk W. Frauen sind in vielen Fällen sehr viel kreativer als ihre männlichen Kollegen, reflektieren sich und ihre Kunst mehr, ändern öfters ihre künstlerischen Konzepte. Doch fehlt es ihnen oftmals am Selbstbewusstsein, das auch nach außen zu präsentieren”, sagt Mika-Helfmeier.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert