Städteregion/Erkelenz - Mit Tricks und Gewalt: Betrüger nehmen Senioren ins Visier

Mit Tricks und Gewalt: Betrüger nehmen Senioren ins Visier

Von: red/pol
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Sie geben sich am Telefon als Enkel aus und bitten um Geld. Trickbetrüger haben es vor allem auf Senioren abgesehen, weil diese häufig auf solche Betrugsmaschen hereinfallen. Foto: dpa

Städteregion/Erkelenz. Achtung, Betrüger: Reihenweise haben in den vergangen Wochen in der Region Kriminelle versucht, ältere Mitbürger um ihr Geld zu bringen - teils mit raffinierten Täuschungsmanövern, teils mit brutaler Gewalt. In den meisten Fällen scheiterten die Verbrecher, leider nicht immer.

Wie die Polizei in Aachen am Freitag mitteilte, hatten sich etwa zwei unbekannte Täter mehrmals als Mitarbeiter einer Telefongesellschaft ausgegeben und waren so in Wohnungen gelangt. Unter dem Vorwand, Leitungen zu überprüfen oder andere Arbeiten vorzunehmen, bestahlen sie die Bewohner. Ein Großteil der Betroffenen durchschaute die Masche jedoch noch rechtzeitig - sie ließen die Fremden nicht ein und riefen die Polizei.

Einer der Täter wurde beschrieben als mit etwa 1,90 Meter auffallend groß, mit kurzen, dunkelblonden Haaren und von gepflegter Erscheinung. Ein zweiter war mit etwa 1,70 Meter deutlich kleiner und trug kurzes, schwarzes Haar.

Mit körperlicher Gewalt ging dagegen eine Tätergruppe am Donnerstag gegen 13.45 Uhr in Alsdorf vor. Als eine 81-jährige Frau mit einem Rollator über den Feldweg der Bendenstraße ging, hielt neben ihr ein Auto an. Eine junge Frau auf dem Rücksitz fragte die Seniorin nach der Uhrzeit. Anschließend griff die Frau nach dem Arm der alten Dame und riss ihr den Ehering vom Finger. Daraufhin wendete das Auto, ein dunkler Mercedes mit Aachener Kennzeichen, und fuhr in Richtung Jülicher Straße davon.

Im Wagen saßen vorne zwei Männer und hinten zwei Frauen von südosteuropäischem Erscheinungsbild. Der Beifahrer war etwa 50 Jahre alt und korpulent. Die Täterin war etwa 20 bis 25 Jahre alt. Hinweise nimmt die Aachener Kriminalpolizei unter Telefon 0241/9577-33101 oder 0241/9577-34210 (außerhalb der Bürozeiten) entgegen.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Donnerstag gegen 11.30 Uhr auf der Krefelder Straße in Erkelenz. Eine 93-jährige Frau wurde dort an der Bushaltestelle „Beecker Straße“ von einer jungen Frau angesprochen, die die Seniorin schließlich in ein leichtes Gerangel verwickelte. Dabei zog die Jüngere ihrem Opfer ein goldenes Armband vom Handgelenk.

Noch bevor eine aufmerksame Autofahrerin wenden und der alten Dame zu Hilfe kommen konnte, war die Diebin in einen wartenden silbernen Kombi gestiegen. An dessen Steuer saß ein Mann, der den Wagen, der möglicherweise ein Heinsberger Kennzeichen hatte, davonfuhr.

Die Täterin soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und von südländischer Erscheinung gewesen sein. Sie trug lange dunkle Haare. Hinweise auf die Täter nimmt das Kriminalkommissariat in Erkelenz entgegen, Telefon 02452/9200.

Am Donnerstagmittag schließlich versuchte ein Unbekannter, eine Seniorin in Monschau mit dem bekannten Enkeltrick übers Ohr zu hauen: Er gab sich als Enkel in einer Notlage aus und bat um 1000 Euro. Dieser Betrüger aber kam nicht zum Ziel: Die Frau durchschaute den Trick schnell - und behielt ihr Geld.

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