Städteregion - Landwirte fordern faire Preise für ihre Produkte

Landwirte fordern faire Preise für ihre Produkte

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Erntefrisch: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (4.v.l.) erhielt von Antonia Crousen (4. v. r. ) von den Rheinischen Landfrauen und Wilfried Jansen (3.v.r.), Vorsitzender der Kreisbauernschaft, einen Korb mit Produkten der heimischen Landwirtschaft entgegen. Die Politik war vertreten durch (v.l.) Hendrik Schmitz (MdL), Axel Wirtz (MdL), Annekathrin Grehling (Stadtdirektorin Aachen), Sabine Verheyen (MdEP) und Helmut Brandt (MdB).

Städteregion. „Wir müssen die Bedeutung unserer regionalen Produkte stärker in den Vordergrund stellen“, sagte Städteregionsrat Helmut Etschenberg beim traditionellen Erntedankempfang der Kreisbauernschaft. Mehr als 50 Landwirte und Landfrauen waren der Einladung in das Haus der Städteregion in Aachen gefolgt.

Etschenberg kündigte an, dass künftig ein „Landwirtschaftlicher Berater“ in der Verwaltung der Städteregion an die Stelle des bisherigen Kreistierzuchtberaters treten wird. Etschenberg stellte sich in seiner kurzen Begrüßungsrede hinter die Forderungen der Landwirte nach fairen Preisen. „Die landwirtschaftlichen Produkte aus der Aachener Region sind sämtlich qualitativ hochwertig. Die Stärkung der regionalen Produkte ist ein absolutes Zukunftsthema, auf das wir weiterhin unseren Fokus legen müssen.“ Was bei der Regionalmarke Eifel schon gut funktioniere, könne doch auch für weitere Bereiche wie Aachen Sinn machen, so der Städteregionsrat. „Von hochwertigen regionalen Produkten würden nicht nur die Landwirte, sondern auch die Verbraucher profitieren“, betonte er.

Der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Aachen, Wilfried Jansen, stellte den Wert der heimischen Nahrungsmittel in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. „Erst wenn die Ernte eingefahren ist, herrscht bei uns Aufatmen“, erläuterte Jansen. Auch wenn die Ernte recht unterschiedlich ausgefallen sei – die heimischen Böden seien hochwertig, stellte er fest. Problematisch finde er, „dass der wirtschaftliche Erfolg eines Hofes im Jahr 2013 immer weniger von politischen Entscheidungen und immer mehr vom Spiel der Märkte und beispielsweise der Nachfrage nach Milch in China abhängig ist“. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in der Städteregionsverwaltung und der regionalen Politik lobte er: „Hier gibt es seit Jahren ein konstruktives Miteinander auf einem soliden Fundament.“ Das zeige beispielsweise die Anwesenheit der Abgeordneten Sabine Verheyen (MdEP), Helmut Brandt (MdB) sowie Axel Wirtz und Hendrik Schmitz (beide MdL) beim Erntedankempfang. Der Aachener Oberbürgermeister wurde von Stadtdirektorin Annekathrin Grehling vertreten.

Eine gute Nachricht hatte Etschenberg für die Landwirte. Dass der bisherige Kreistierzuchtberater bald in den wohlverdienten Ruhestand gehe, nutze man für eine Neuregelung: „Wir werden eine Stelle ausschreiben für einen hauptamtlichen Landwirtschaftlichen Berater. Beim Auswahlverfahren möchte ich die Kreisbauernschaft eng einbinden.“ Eine Aussage, die bei den Landwirten auf ein positives Echo stieß.

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