Aachen - Kommunen lassen sich jetzt in die Karten schauen

Kommunen lassen sich jetzt in die Karten schauen

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Nur nicht in die Karten schauen lassen? Das war einmal. Inzwischen sind die Kommunen aus der Deckung gekommen, was den gewerblichen Immobilienmarkt anbelangt.

„Wurden die Marktdaten früher nur unwillig oder gar nicht herausgegeben, hat sich inzwischen ein anderes Verständnis durchgesetzt. Und das ist gut so”, sagt Andrea Trebschuh, Geschäftsführerin der Initiative Aachen.

Denn: „Für Unternehmen ist die Datentransparenz ein ganz entscheidendes Kriterium für eine Ansiedlung oder ihre weitere Entwicklung an dem Standort. Die Unternehmer wollen vergleichen können.” Flächendeckend verfügbare Informationen über Miet- und Kaufpreise oder vorhandne Gebäude oder Flächen seien durchaus als Teil einer (städtergionalen) Wirtschaftsförderung zu verstehen. „Schließlich brauchen die Firmen diese Daten und auch die in unserer Immobilienmarktanalyse publizierten Zukunftsprognosen, um bestimmte interne Entscheidungen fundierter treffen zu können”, sagt Trebschuh.

Hat die Wirtschaftsgeografin diesen Prozess in Aachen vor einigen Jahren gemeinsam mit Immobilienmarktteilnehmern, der Stadt Aachen und der IHK so ins Rollen gebracht, dass inzwischen jährlich fundierte Daten und Fakten zum Standort und zu neuen gewerblichen Projektentwicklungen veröffentlicht werden, weitet die Initiative Aachen ihren Aktionsradius nun auf die Städteregion aus.

„Der städteregionale Immobilienmarkt gewinnt zunehmend an Bedeutung”, sagt Trebschuh. Und so sind für den neuen Jahresbericht erstmals Daten aus den neun Städten und Gemeinden des Altkreises Aachen erhoben worden. Diese bilden ein erstes Grundgerüst. „Aussagekräftige Daten und Fakten erwarten wir für das Jahr 2011”, sagt die Geschäftsführerin. Und sie betont, dass - wie in Aachen bereits vor geraumer Zeit geschehen - in den Folgejahren die Angaben der Kommunen und der jeweils aktiven Makler sukzessive mit Erhebungen und Bewertungen weiterer Akteure auf eine breitere und somit auch solidere Grundlage gestellt werden.

„In den Städten tut sich was”

Dennoch seien bereits interessante Trends zu erkennen, sagt Trebschuh, die sich darüber freut, dass sich alle neun Kommunen dem Projekt der Initiative Aachen angeschlossen haben. „Die Städte und Gemeinden müssen schauen, dass sie ihre Angebote gemeinsam als Städteregion vermarkten. Nur so stärken sie enorm die Wahrnehmung bei interessierten Unternehmen für unsere Region - und daran wird jetzt gearbeitet.” Als Einstieg in die neue Form der Zusammenarbeit sieht sie durchaus das vor einigen Jahren entwickelte städteregionale Einzelhandelskonzept an, das unter anderem die Stärkung der Innenstädte und die abgestimmte Ansiedlung von großen Einzelhandelsunternehmen beziehungsweise Einkaufszentren zum Ziel hat.

„Die Kommunen sehen sich jedenfalls durchweg gut aufgestellt”, sagt Trebschuh und hält die Eigeneinschätzung generell für realistisch. „Ob in Eschweiler, Baesweiler oder Stolberg - insgesamt tut sich in den ehemaligen Kreiskommunen einiges.”
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