Kommentiert: Hoffnungsträger, Risikokandidat

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Kommentiert: Hoffnungsträger, Risikokandidat

Ein Kommentar von René Benden

Tiefes Durchatmen bei der CDU: Mit Tim Grüttemeier schickt die Union den stärksten Kandidaten gegen Daniela Jansen ins Rennen, den sie in ihren Reihen hat. Der amtierende Bürgermeister von Stolberg genießt in seiner Stadt parteiübergreifend hohen Respekt.

In seiner noch kurzen Amtszeit ist es ihm gelungen, in einer von Sorgen geplagten Stadt viele Probleme konkret anzugehen.

Klar ist aber auch, dass Grüttemeiers Kandidatur mit hohen Risiken verbunden ist – vor allem für Grüttemeier persönlich. Denn sollte er die Wahl gewinnen, wird er Stolberg zu einem Zeitpunkt verlassen, an dem die meisten seiner Baustellen noch nicht abgeschlossen sind.

Das dürfte in seiner Heimat gerade seinen Anhängern missfallen. Zumal er vor nicht allzu langer Zeit noch gesagt hat, für mindestens eine weitere Legislaturperiode Bürgermeister bleiben zu wollen. Verliert er gegen Jansen, kehrt er als Bürgermeister auf Abruf geschwächt zurück.

Grundsätzlich sind die Kandidaturen von Grüttemeier und Jansen ein Glücksfall für das Amt des Städteregionsrates. Ein Amt, machtvoll wie kein zweites in der Region, öffentlich aber kaum wahrgenommen. Beiden ist zuzutrauen, das zu verändern.

 

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