Karnevalsmuseum erhält Finanzspritze

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Zuschuss fürs Karnevalsmuseum: LVR-Amtsleiter Dr. Norbert Kühn (v.r.) überreichte VKAG-Präsident Reiner Spiertz im Beisein von Bürgermeister Werner Breuer, Archivar Bernd Simons, Karin Knur vom VKAG und Landrat Carl Meulenbergh den Bewilligungsbescheid. Foto: W. Sevenich

Würselen. Nicht nur die Pflege, sondern auch die Sicherung von wertvollem alten Volksgut hat sich der Verband der Karnevalsvereine „Aachener Grenzlandkreise” (VKAG) unter ihrem Präsidenten Reiner Spiertz auf die Fahne geschrieben.

Dazu richtete er in einem über 100 Jahre alten Schulgebäude an der Balbinastraße3 in Würselen, das die Stadt für 25 Jahre lang mietfrei zur Verfügung stellt, sein „Haus des Grenzlandkarnevals” mit Archiv und Dokumentationszentrum (KADAG) ein.

Die kulturhistorische Arbeit, die in dieser Einrichtung vom ersten Tag an in der Regie von Bernd Simons geleistet wird, bezuschusst jetzt auch der Landschaftsverband Rheinland mit 96.000 Euro, die in zwei Raten in diesem und im nächsten Jahr ausgezahlt werden.

Diese gute Nachricht überbrachte der Amtsleiter für Kultur des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), Dr. Norbert Kühn, im Beisein von Landrat Carl Meulenbergh und Bürgermeister Werner Breuer. Kühn: „Karneval ist ein Kulturgut, das in einer Region Identität stiftet.”

Nach Köln und Düsseldorf sei nun der Grenzland-Karneval an der Reihe, der eine ganz besondere Ausprägung habe. Da sei es wichtig, dass dieses kulturelle Gut in einem Archiv gesichert werde, damit es der Nachwelt erhalten bleibe.

Wie VKAG-Präsident Spiertz berichtete, war bereits 1998 mit dem Sammeln von wertvollen Gegenständen und historischen Dokumenten begonnen worden, die im KADAG zwischenzeitlich aufgenommen und auch archiviert wurden.

Spiertz: „Mehr als 25.000 Orden, Festschriften, Zeitungsartikel und andere Gegenstände sind bereits zusammengetragen im Museum eingelagert worden.”

Da das KADAG eine zeitgerechte und moderne Verwaltung benötigte, wurde für diese Einrichtung ein EDV-Programm entwickelt. Rund 23.000 Sammlungsstücke konnten bereits erfasst werden.

Neben den Ehrenamtlichen des Verbandes mit Archivar Bernd Simons an der Spitze sind derzeit zwei von der Hartz-IV-Arge vermittelte Mitarbeiter im Museum im Einsatz.
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