Würselen - Im MZ wird am Mittwoch gestreikt

Im MZ wird am Mittwoch gestreikt

Von: udo
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Würselen. Klares Ergebnis bei der Urabstimmung unter den Beschäftigten der Service GmbH des Medizinischen Zentrums (MZ) der Städteregion in Würselen.

92 Prozent der Mitarbeiter aus Bereichen wie Reinigung und Küche haben sich nach Gewerkschaftsangaben für einen Arbeitskampf entschieden, der am Mittwoch um sechs Uhr mit einem ganztägigen Streik beginnt. Um zehn Uhr soll vom Krankenhaus in Marienhöhe ein Demonstrationszug durch die Würselener City folgen. Weitere Aktionen stehen noch nicht fest.

Ziel von Verdi ist laut Gewerkschaftssekretär Stefan Jungheim, einen an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes angelehnten einheitlichen Abschluss für die rund 180 Mitarbeiter zu erreichen. Bislang werden diese nach Tarifen der IG Bau und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unterschiedlich entlohnt.

Nach dem Scheitern der Tarifgespräche Mitte Dezember hat sich die Service GmbH - eine 100-prozentige MZ-Tochter - indes dem Hotel- und Gaststättenverband angeschlossen. Durch den damit verbundenen NGG-Flächentarifvertrag müsse „keiner der betroffenen Mitarbeiter Einbußen hinnehmen. Vielmehr erhalten die Beschäftigten bis zu 8,5 Prozent mehr als bisher”, sagt Robert Dahmen, Geschäftsführer der Service GmbH. Dem widerspricht Jungheim und wirft den Verantwortlichen vor, dass „am Menschen gespart” werde: „Bewusst werden hier Menschen in HartzIV getrieben und Altersarmut mit Wissen der im Aufsichtsrat vertretenen politischen Parteien begründet.”

Für die beiden MZ-Betriebsteile in Bardenberg und Marienhöhe betont Dahmen, dass die Patientenversorgung gewährleistet sei: „Im pflegerischen und im medizinischen Bereich wird es keine Einschränkungen geben.” Auch muss niemand hungern. Dahmen: „Notfallpläne garantieren, das Essen ausgeliefert und Kernbereiche wie OP und Notfallambulanz gereinigt werden.”
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