Städteregion Aachen - Im ersten Quartal 82 Einbrüche weniger

Im ersten Quartal 82 Einbrüche weniger

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Die Einbruchszahlen im Raum Aachen sind zurückgegangen. Symbolbild: Colourbox

Städteregion Aachen. Die Aachener Polizei meldet für die ersten drei Monate 2017 einen weiteren Rückgang bei den Wohnungseinbrüchen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei die Zahl der Delikte um gut zwölf Prozent zurückgegangen, teilte die Behörde am Freitag mit. Das sind 82 Wohnungseinbrüche weniger.

Von Januar bis März 2016 gab es danach in Stadt und Altkreis Aachen 661 Fälle, davon 274 versuchte Einbrüche. In den ersten drei Monaten 2017 registrierten die Beamten 579 Wohnungseinbrüche, davon 227 Versuche.

Ab Mitte März wurden nach diesen Angaben zwölf Tatverdächtige auf frischer Tat direkt verhaftet oder nach Ermittlungen dingfest machen. Aktuell befinden sich laut Polizei elf Einbrecherinnen und Einbrecher hinter Schloss und Riegel. Auf einige Erfolgsmeldungen weist die Polizei besonders hin.

Eine 39-jährige Einbrecherin aus Alsdorf wurde im März überführt und festgenommen. Derzeit sitzt sie in Untersuchungshaft. Ihr werden insgesamt an die 30 Taten im Bereich der Eigentumskriminalität allein im Jahr 2017 zur Last gelegt. Zumeist war sie in Alsdorf und Eschweiler aktiv. Innerhalb einer Woche suchte sie gleich mehrere Wohnungen in direkter Nachbarschaft heim, in ein Haus brach sie sogar zweimal ein.

Ein überörtlich agierendes Tätertrio wurde im April festgenommen. Zwei junge Männer und eine junge Frau waren mit einem blauen Kleinwagen zu Tatorten in Eschweiler, Stolberg, den südlichen Stadtteilen Aachens und dem benachbarten Belgien angereist. Durch Zeugenhinweise wurden die drei ausfindig gemacht. Alle sitzen zurzeit in Haft.

Weitere Festnahmen gab es wenige Tage später. Zwei junge Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren, die ohne festen Wohnsitz sind und in ganz Deutschland für diverse Einbrüche in Frage kommen, gingen den Beamten direkt nach einem Einbruch in ein Haus in Eschweiler ins Netz. Das ältere Mädchen kam in Untersuchungshaft, die 15-Jährige in Obhut einer Pflegefamilie.

Ein 46-Jähriger, der für diverse Einbrüche im Aachener Ostviertel verantwortlich gemacht wird, wurde Mitte April verhaftet. Aufmerksame Nachbarn hatten die Polizei informiert, die Beamten stellten den Mann auf frischer Tat. Der bereits wegen Drogen- und Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getretene Täter ist ohne festen Wohnsitz, aktuell sitzt er in Untersuchungshaft.

Weitere Täter, die im Bereich Forst ihr Unwesen trieben, konnten nach intensiven Ermittlungen identifiziert werden. Gesicherte Erkenntnisse der Polizei lassen den Schluss zu, dass die Täter sich nicht mehr im Bereich aufhalten. Die Tatserie riss nach ihrer Flucht abrupt ab. Die Fahndung nach ihnen läuft.

Neben der Repression, so betont die Polizei, spielen vorbeugende Maßnahmen bei der Verhinderung von Einbrüchen eine entscheidende Rolle. Hier zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung. „An die 40 Prozent der Einbrüche enden im Versuchsstadium“, heißt es in der Bilanz von Freitag. Die Präventionsarbeit der Polizei zeige Wirkung.

Immer mehr Bürger sicherten ihr Zuhause. Mit empfohlener Sicherheitstechnik wird nachgerüstet, so wird das Vorhaben der Einbrecher erschwert oder gar unmöglich gemacht. Appelle der Polizei: „Eine wachsame Nachbarschaft kann zusätzlich Sorge tragen, dass trotz eigener Abwesenheit jemand ein Auge auf Hab und Gut hat und in Verdachtsfällen direkt die Polizei gerufen wird.“

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