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„Ich weiß nicht, wie viele Fehler die FDP noch machen will”

Von: udo
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Setzt seine Hoffnung in Bundes
Setzt seine Hoffnung in Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Dr. Werner Pfeil.

Stolberg. Und jetzt also auch noch Christian Lindner. Hatte Dr. Werner Pfeil als Chef des FDP-Kreisverbandes Aachen-Land schon vorher mit der Bundespartei um Philipp Rösler gehadert, ist sein Unverständnis am Mittwoch durch den für ihn „vollkommen überraschenden” Rücktritt des Generalsekretärs nochmals gesteigert worden.

„Die Demontage der FDP erfolgt von innen heraus, der poltische Gegner muss gar nichts machen, nur zuschauen”, stellt der Stolberger Rechtsanwalt fest und glaubt: „Das wird Rösler politisch nicht überleben.”

Es herrscht Frust und zuweilen auch Ratlosigkeit an der liberalen Basis, auch im Altkreis Aachen. Das war bereits vor Lindners Rücktritt zu erkennen. „Ich weiß nicht, wie viele Fehler die Partei noch machen will”, hatte Pfeil am Tag vor der Demission in Richtung Rösler gesagt, der in Sachen Mitgliederentscheid vorgeprescht war. „Das ist schlecht, da halte ich gar nichts von”, meinte Pfeil, der sich inhaltlich gegen den Plan des FDP-Rebellen Frank Schäffler ausspricht, sich aus den Rettungsschirmen für notleidende Euro-Länder zu verabschieden. „Wir haben uns als Kreisverband klar für Europa und für die Unterstützung der Euro-Länder, aber gegen die Euro-Bonds ausgesprochen”, sagt Pfeil. Doch Bundesparteichef Rösler solle sich doch bitteschön an das Verfahren halten und abwarten, bis konkrete Zahlen vorliegen. Und dies ist bekanntlich erst am kommenden Freitag der Fall.

Was bis dahin passiert, vermag wohl niemand zu sagen. Ausgeschlossen scheint fast nichts. Pfeil weiß nur, dass die liberale Basis zwischen Baesweiler und Monschau „enttäuscht” über Linders Rücktritt ist: „Er war für viele einer der wenigen verbliebenen Hoffnungsträger in der Bundespartei, die noch vertrauen genossen.” Nun hat Rösler neben den Vor- und Nachwehen des Mitgliederentscheides, der von der Partei erhofften, aber ausbleibenden Trendumkehr bei den Umfragewerten und den parteiinternen Querelen also eine neue Baustelle. Zwar hat Rösler mit Patrick Döring am Mittwochabend einen Lindner-Nachfolger nominiert. Ob die Partei dies goutiert, wird sich noch zeigen. Auch Pfeil weiß nicht, ob dem FDP-Chef - auch im Machtkampf mit Fraktionschef Rainer Brüderle - der Befreiungsschlag gelingen wird. Hoffnung setzt Pfeil wie schon vor dem Sturz von Ex-Parteichef Guido Westerwelle auf Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. „In vielen Punkten ist sie weitaus glaubwürdiger als andere ältere Parteikollegen.”
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