Aachen - Hartz-IV-Kunden müssen bald keine 0180er-Nummer mehr wählen

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Hartz-IV-Kunden müssen bald keine 0180er-Nummer mehr wählen

Von: udo
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Aachen. Von Abzocke - wie dies in einigen Internet-Foren getan wird - spricht Ulla Thönnissen ausdrücklich nicht. Aber eines unterstreicht die CDU-Abgeordnete im Städteregionstag mit Nachdruck: „Es kann nicht sein, dass Arbeitslosen-II-Empfänger eine 0180er-Nummer wählen müssen, um zu ihrem Recht zu kommen oder um sich beraten zu lassen.”

Bereits vor rund einem Jahr hatte die Christdemokratin nach eigenen Angaben die Jobcenter-Spitze über diesen Missstand informiert, Abhilfe gefordert und dies in der jünsgten Sitzung des städteregionalen Sozialausschusses nochmals unterstrichen. Denn noch immer werden vom Jobcenter der Städteregion in Teilen Bescheide verschickt, auf denen nicht die Durchwahl des Fallmanagers oder anderer kompetenter Ansprechpartner zum Ortstarif vermerkt sind, sondern eben eine jener 0180er-Nummern, die zuweilen bei den Hartz-IV-Empfänger mächtig ins Geld geht.

Fallen vom Festnetzanschluss - bei der vom Jobcenter der Städteregion gewählten günstigsten Variante - 3,9 Cent pro Minute für Auskünfte an, wird es etwa vom Handy aus richtig teuer. Schließlich fallen dann andere Abrechnungssysteme an, was den Hilferuf besonders in der Warteschleife zu einer Kostenfalle machen kann.

Doch jetzt wird wohl reagiert. „Wir sind dabei, dies endgültig abzustellen”, sagt Jobcenter-Pressesprecher Christian Neuß auf Anfrage und fügt an: „Spätestens Mitte nächster Woche wird kein Bescheid mehr mit einer 0180er-Nummer herausgehen.” Stattdessen könne jeder Jobcenter-Mitarbeiter fortan seine eigene Durchwahl oder eine Servicenummer zum Ortsttarif angeben. Wobei eine - schnelle - Erreichbarkeit weiterhin nicht immer garantiert werden kann.

Im April 2012 soll schließlich der große Wurf gelingen: Ratsuchende können dann montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr Hilfe bei einer telefonischen Service-Hotline erhalten, die pro Gespräch lediglich mit einer Einheit zum Ortstarif zu Buche schlägt. Neben geringeren Gebühren sieht Neuß einen weiteren Vorteil. „Wir hoffen, dass die meisten Fragen über die Hotline beantwortet werden können, weil die Kollegen direkten Zugriff auf die jeweilige Akte haben.” Damit, so hofft er, werden Mitarbeiter und die eigene Servicestelle, die sich mit Beschwerden der Hartz-IV-Empfänger befasst, entlastet.
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