Aachen - „Grundstücke in guter Lage sind ausverkauft”

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„Grundstücke in guter Lage sind ausverkauft”

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Trend zum urbanen Wohnen hält weiter an, wobei gilt: Je näher man am Aachener Dom wohnen möchte, desto teurer sind die Objekte - bei steigenden Preisen.

Wer indes hinter dem Aachener Speckgürtel beispielsweise in Alsdorf, Monschau oder Baesweiler ein baureifes Grundstück sucht, kann mit sinkenden Preisen rechnen.

Die höchsten Preise im Altkreis werden in Würselen und Stolberg-Breinig aufgerufen. Diese Tendenzen legten am Donnerstag übereinstimmend der städteregionale Gutachterausschuss für Grundstückswerte sowie die Sparkassen-Tochter S-Immo als Marktführerin auf dem Immobilienmarkt vor.

„Wir konnten fast nahtlos an das Super-Jahr 2009 anknüpfen”, sagte Franz Jansen, Geschäftsführer der S-Immo, mit Blick auf 525 vermittelte Objekte beziehungsweise verkaufte Baugrundstücke im Vorjahr (2009: 561) und einem Volumen von 86,5 Millionen Euro (2009: 90 Millionen).

Und vor dem Hintergrund, dass die Nachfrage besonders nach Baugrundstücken in guter Lage sehr groß war, freut er sich, dass vor allem auch die Stadt Aachen etwa in Richterich die Ausweisung von Neubaugebieten forciere: „Die Stadt tut, was möglich ist.”

Projekte auf dem Weg

Aber auch die Nachbarkommunen stellten sich gut auf, meinte Norbert Laufs, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen. So seien beispielsweise in Herzogenrath, Alsdorf oder auch in Würselen Projekte auf dem Weg.

Das größte Baugebiet im Altkreis entsteht in der Nähe des Medizinischen Zentrums in Würselen, wo die S-Immo mit der Stadt rund 200 Grundstücke erschließt.

Dort seien vom freistehenden Haus über den seniorengerechten Bungalow bis zu Mehrfamilienhäusern alle Wohnformen denkbar, betont Jansen, der vor allem auch mit Blick auf den RWTH-Campus von der Notwendigkeit weiterer Baugebiete überzeugt ist. „Schließlich wird dort ein Publikum arbeiten, das auch an Wohneigentum denkt.”

Zukunftsmusik

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Wobei die Zahlen der Vergangenheit, die Irene Littek-Braun als Vorsitzende des Gutachterausschusses vorlegte, bereits eine gleichbleibend hohe Nachfrage aufweisen.

So wurden im Jahr 2010 insgesamt 5437 Kaufverträge (2009: 5451) für (un)bebaute Grundstücke und Eigentumswohnungen mit einem Volumen von 906 Millionen Euro vorgelegt (2009: 965 Millionen).

Gefragt im ehemaligen Kreisgebiet waren vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser: 1228 solcher Objekte wurden mit einem Umsatz von mehr als 196 Millionen Euro verkauft.

In Aachen wechselten 488 solcher Häuser für insgesamt 136 Millionen Euro die Besitzer. Zudem stieg im Altkreis die Zahl der verkauften Baugrundstücke von 299 auf 344, während sie in der Stadt Aachen von 166 auf 131 fiel.

„Bei uns gab es eine hohe Nachfrage nach Grundstücken in guter Lage, aber wir waren ausverkauft”, berichtete S-Immo-Geschäftsführer Jansen.

Mit dem nun vorliegenden Grundstücksmarktbericht 2011 wurden erstmals für die gesamte Städteregion zonale Bodenrichtwerte bestimmt, die eine feinmaschigere Analyse der Stadtteile und Ortslagen sowie eine klarere Abgrenzung „straßenscharf” erlaubt.

So wird etwa allein der Bereich Kornelimünster und Walheim nun in elf Zonen unterteilt, in denen der Quadratmeterpreis zwischen 170 und 250 Euro variiert.

Ein anderer Effekt sind Preissprünge: Lag der Quadratmeter-Richtwert an der Aachener Wilhelmstraße bislang bei 700 Euro, sind es nun 625 Euro. Andersherum in der Aachener Elsassstraße: Statt 525 Euro kostet der Quadratmeter nun 850 Euro.

Insgesamt gibt es in der Städteregion ein großes Gefälle bei den Grundstückspreisen. Weitere Infos gibt es beim Gutachterausschuss unter 0241/51982555.



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