Städteregion - Gemeinsam verschieden sein bei den integrativen Jugendcamps

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Gemeinsam verschieden sein bei den integrativen Jugendcamps

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Vom 17. bis 21. August findet das integrative Segelcamp mit 70 Teilnehmern am Rursee statt. Foto: David Hasse

Städteregion. „Über den Wolken und auf dem Wasser – grenzenloses Abenteuer“ lautet das Motto der Integrativen Jugendcamps, die vom 13. bis 17. Juli und vom 17. bis 21. August stattfinden. Anmeldungen sind noch bis zum 30. Juni beim Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps möglich.

Im Segelflugzeug sitzen und das Dreiländereck von oben sehen – das ist für alle Jugendlichen ein ganz besonderer Moment. „Na klar, zunächst hat man etwas Angst. Und ein bisschen schlecht war mir auch“, gibt die 20-jährige Burcu Aydin zu. „Aber wann kann man das schon erleben?“

Aydin war bereits mehrmals als Teilnehmerin beim Integrativen Jugendcamp – und ist begeistert. In diesem Jahr macht sie zum ersten Mal als Betreuerin auf dem Flugplatz Aachen-Merzbrück mit.

Fünf Tage, drei Segelflugzeuge, 30 Betreuer: Das Segelflugcamp bietet im Juli 100 Plätze für Jugendliche aus der Städteregion, Ostbelgien und den Niederlanden. Sie können gemeinsam zelten, spielen, feiern – und fliegen.

Ob mit oder ohne Behinderung, mit deutschen oder ausländischen Wurzeln, ob sozial benachteiligt oder nicht – das alles spielt keine Rolle. Jedes Jahr zeigt sich: So unterschiedlich die Jugendlichen sind, die Gruppe wächst zusammen. „Wenn man fünf Tage lang gemeinsam Sport macht, tanzt, lacht und so viel Zeit miteinander verbringt, sind die Berührungsängste irgendwann einfach weg“, berichtet Aydin.

Beim Segelcamp in Woffelsbach beobachtet Organisatorin Uschi Brammertz das Gleiche: „Da trifft ein Junge aus der ‚Aachener Bronx‘ auf ein Mädchen mit Down-Syndrom – und nach einer Weile wird klar: Sie haben doch einiges gemeinsam. Und das merken sie, wenn sie Begeisterung teilen.“

Beim Camp am Rursee können im August bis zu 70 Jugendliche kostenlos teilnehmen. Geschlafen wird, wie auch in Merzbrück, in Zelten des Fördervereins. Beim Küchendienst in der „Kleinen Kombüse“ packen alle mit an. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Freizeit mit Spiel-, Sport- und Bastelangeboten von Betreuern, Trainern und Sozialpädagogen. Hier geht es nicht darum, wer stärker oder wer schneller ist, sondern darum, gemeinsam etwas zu erreichen und Spaß zu haben.

Zentrale Erfahrung

Gemeinsam verschieden sein: Das sieht auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg als zentrale Erfahrung für die Teilnehmer der Jugendcamps: „Wenn alle Menschen dabei sein können, so wie sie sind, wenn also Inklusion tatsächlich gelingt, dann ist es irgendwann ganz normal, verschieden zu sein.“ Deswegen ist die Städteregion einer der vielen Partner, die das Integrative Jugendcamp seit Jahren unterstützten.

Wenn sie es irgendwie einrichten kann, wird Burcu Aydin auch beim nächsten Camp als Betreuerin dabei sein, denn: „Egal wie oft ich teilnehme, es ist immer wieder anders toll.“

 

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