Aachen - Frauen Mut für Rückkehr in den Beruf machen

Frauen Mut für Rückkehr in den Beruf machen

Von: Lee Beck
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Daumen hoch für die Vereinbarkeit von Familie und Job: Die Aktion „Zurück in den Beruf“ will Frauen Mut machen und liefert eine Menge guter Tipps. Foto: imago/blickwinkel

Aachen. Manchmal können kleine Hürden große Hindernisse sein, die dann aber doch leichter zu überqueren sind, als am Anfang gedacht. Denn Frauen, die nach der Familienzeit oder Pflegephase wieder in den Beruf einsteigen wollen, finden sich oftmals in einem Wirrwarr von Fragen ohne Antworten verstrickt.

Um Antworten zu geben und den Berufseinstieg zu erleichtern, hat das Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen zusammen mit der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, der Landesinitiative Netzwerk W und Competentia und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf der Region Aachen die dreistufige Aktion „Zurück in den Beruf“ initiiert.

„Wir wollen die Frauen aus der stillen Reserve locken und so auch dem großen Fachkräftemangel entgegenwirken“, sagt Roswitha Damen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aachen. „Tausende Frauen würden gerne erwerbstätig sein, aber in Zeiten von Krisen haben sie oft keinen Mut“, bedauert auch Andrea Hilger, Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Deswegen soll „Zurück in den Beruf“ genau diesen Frauen Mut machen, sie an die Hand nehmen und zurück ins Berufsleben führen. Denn wie Hilger weiß, hapert es oft an den ersten Schritten.

Los geht es am Mittwoch, 5. Februar, mit einer Telefonaktion (siehe Infobox). „Da sollen Interessierte einfach die Möglichkeit haben, unverbindlich Fragen zu stellen“, sagt Hilger. Außerdem wolle man die Frauen auch motivieren an der Hauptaktion teilzunehmen. Denn eine Woche später – am Mittwoch, 12. Februar – findet eine große Infobörse im Foyer des Technologiezentrums am Europaplatz, Dennewartstraße 25-27 in Aachen, statt.

Inforstände und Workshops

An zahlreichen Ständen können sich Frauen an diesem Tag von 9 bis 13 Uhr über den Wiedereinstieg in den Beruf oder die Existenzgründung informieren und sich von den Netzwerkpartnerinnen beraten lassen. Mit dabei sind unter anderem die Industrie- und Handelskammer Aachen, das Institut für berufliche Entwicklung und Orientierung, Gründerregion Aachen, die Volkshochschule Aachen oder INA, das interkulturelle Netzwerk. Am Stand der Agentur für Arbeit Aachen-Düren können sich die Teilnehmerinnen individuelle Beratungsgutscheine ausstellen lassen. „Die Frauen sollen durch den unverbindlichen Austausch auch die Möglichkeit haben, mal nach rechts und links zu schauen“, sagt Rita Klösges, Pressebüro der Stadt Aachen.

Außerdem gibt es fünf Workshops. So wird Ulrike Floßdorf, Arbeitsvermittlerin der Agentur für Arbeit, von 9.30 bis 10.30 Uhr erklären, wie man Lücken im Lebenslauf richtig verpackt und seine Schokoladenseiten hervorhebt. „Sie hat durch ihren Beruf jeden Tag mit den Arbeitgebern Kontakt und weiß deswegen genau, worauf sei achten“, weiß Andrea Hilger. Von 10.45 bis 12.15 Uhr wird Floßdorf dann anschließend genauere Tipps geben, wie man den Arbeitgeber in der schriftlichen Bewerbung von seinen Talenten und Qualifikationen überzeugt und zugleich Stolperfallen meidet.

Auf Stilfragen hat Nathalye Langer, Parisstyle Aachen, von 9.30 bis 11.30 Uhr bei der Farb- und Stilberatung die richtige Antwort. Sie wird zeigen, wie man mit Kleidung und Äußerem beim Bewerbungsgespräch die richtigen Signale sendet. Beim Talentkompass mit Antje Röwe, jeweils von 9.30 bis 11 Uhr und von 11.15 bis 12.45 Uhr, können sich Teilnehmerinnen Klarheit über ihre Berufsorientierung und Talententfaltung verschaffen. Falls dann am Ende für die richtige Bewerbung noch das passende Foto fehlt, schießt „die Fotografin“, Claudia Fahlbusch, während der ganzen Veranstaltung Bewerbungsfotos, die anschließend ausgedruckt oder digital mit nach Hause genommen werden. „Wenn die Frauen möchten, können sie sich vorher auch schminken lassen“, betont Roswitha Damen.

Mit der Infobörse ist es noch nicht getan. „Wir legen Wert auf Nachhaltigkeit“, sagt Andrea Hilger. „Wir wollen die Frauen besser abholen und ihnen die Möglichkeit zu einer ganz persönlichen Beratung geben“, ergänzt Roswitha Damen. Denn nach der Infobörse seien möglicherweise noch nicht alle Fragen geklärt, oder es seien sogar neue aufgetaucht. Deswegen wird es am Mittwoch, 12. März, von 9 bis 13 Uhr noch einen Beratungstag geben. „Da können die Frauen dann ihre Beratungsgutscheine einlösen und individuelle Fragen in Ruhe klären“, sagt Andrea Hilger.

Alle Aktionen und Workshops im Rahmen von „Zurück in den Beruf“ sind kostenlos.

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