Flagge zeigen gegen Rassismus und für friedliches Miteinander

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
6797382.jpg
Vorbildlich im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit: Die Gruppen „Face“ und „Freundeskreis Asyl“ sowie die „Kogel Street News“ wurden jetzt von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (9.v.r.) mit dem Förderpreis „Miteinander in der Städteregion – Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ ausgezeichnet. Foto: Dirk Müller

Städteregion. Die Initiativen „Face“ aus Eschweiler und „Freundeskreis Asyl“ aus Würselen sowie das Team der „Kogel Street News“ aus Stolberg sind von Helmut Etschenberg mit dem Förderpreis des Projektes „Miteinander in der Städteregion – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ ausgezeichnet worden.

Der Städteregionsrat betonte, wie wichtig es sei, „Flagge zu zeigen“ für Toleranz und Menschlichkeit: „Zahlreiche Vereine und Initiativen engagieren sich täglich dafür, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, in unserer Region wohlfühlen können. Ohne diesen Einsatz wäre die Städteregion weniger lebenswert.“ Etschenberg hob die Aktivitäten der Preisträger hervor und versicherte: „Wir werden weiter daran arbeiten, dass Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keine Chance hat.“

Durch die musikalisch von Schülern der Eschweiler Waldschule begleitete Preisverleihung führten Fattaneh Afkhami vom Kommunalen Integrationszentrum der Städteregion und Antenne-AC-Moderator Olaf Theissen, die erläuterten, warum die geehrten Gruppierungen zurecht ausgezeichnet wurden.

Der „Freundeskreis Asyl“ nannte sich einst „Freundeskreis Jülicher Straße 24“, denn unter dieser Adresse waren in Würselen-Broichweiden Flüchtlinge untergebracht. Auf engem Raum mit unzureichenden sanitären Anlagen. Der Freundeskreis sammelte Spenden, vermittelte Wohnungen, hielt persönlichen Kontakt zu den Asylbewerbern und sorgte für eine menschenwürdige Unterbringung an der Kaiserstraße. Dort warb die Initiative bei den Geschäftsleuten und half so, eine heute funktionierende Nachbarschaft zu etablieren.

Das Eschweiler Mitmachprojekt „Face“ hat bereits sowohl einen Querschnitt unserer Gesellschaft, als auch besonders viele junge Menschen erreicht. Ein Springerstiefel aus Pappmaché etwa wurde zum Symbol für Demokratie, Toleranz und Respekt, und die Aktion „Gesicht zeigen“ bietet Menschen eine Plattform, um persönlich für Vielfalt und gegen Fremdenfeindlichkeit einzutreten.

Die Redaktion der Schülerzeitung „Kogel Street News“ einer Stolberger Hauptschule arbeitet kontinuierlich aufklärend und sensibilisierend und hat jüngst mit einem Film positives Aufsehen erregt: Anhand der Geschichte eines Knopfes beleuchten die Schüler die Einzelschicksale von Mitbürgern jüdischen Glaubens während des Nationalsozialismus.

Der hohe Stellenwert des Förderpreises wurde durch die vielen Gäste im Eschweiler Talbahnhof unterstrichen, zu denen die Bürgermeister Ferdi Gatzweiler (Stolberg), Rudi Bertram (Eschweiler) und Arno Nelles (Würselen) sowie Günter Schabram, Dezernent der Städteregion für Soziales und Integration, zählten.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert