Stolberg - EWV senkt nochmals Gaspreise

EWV senkt nochmals Gaspreise

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
Heizkosten Gas heizung
Mieter und Hauseigentümer haben noch bis 31. Dezember die Möglichkeit, ihre Heizkostenabrechnung von Fachleuten prüfen zu lassen. Foto: dpa

Stolberg. Nachdem der regionale Energie- und Wasserversorger EWV in den vergangenen Monaten nur steigende Gaspreise ankündigt - und umgesetzt - hat, senkt das in Stolberg ansässige Unternehmen nun die Tarife.

Und das in kurzer Folge gleich zwei Mal. Denn der bereits beschlossenen Preissenkung zum 1. Februar um 7,8 Prozent beziehungsweise 0,61 Cent auf dann 7,21 Cent pro Kilowattstunde folgt laut EWV-Sprecher Andreas Ihrig „am 1. April eine weitere, noch deutlichere Senkung”.

Wie hoch die zweite Preisrunde exakt ausfallen wird, kann das Unternehmen noch nicht sagen. Zurzeit werde noch gerechnet, seriöse Angaben könne das Unternehmen Mitte Februar bekannt geben, betont der Pressesprecher. Jedoch sei absehbar, dass die beiden Preissenkungen den typischen Musterkunden mit 20.000 Kilowattstunden Verbrauch aufs Jahr gesehen um mindestens 250 Euro entlasten werden.

Nach den zahlreichen und zum Teil sehr drastischen Preiserhöhungen in den vergangenen Monaten und Jahren wird der Arbeitspreis für die Kilowattstunde ungefähr auf dem Niveau vom Sommer 2008 (siehe auch Grafik) landen. Zur Erinnerung: Die EWV erhöhte allein im vergangenen Jahr den Arbeitspreis pro Kilowattstunde in drei Schritten um fast 40 Prozent, alleine im September um satte 20,7 Prozent.

Grund für die erneute Senkung zum Frühjahr sei die „oft gescholtene Ölpreisbindung”, erläutert Ihrig. Die Einkaufspreise für Erdgas sind mit einer mehrmonatigen Verzögerung an den Ölpreis gekoppelt, der zuletzt stark gefallen ist. Diese Bindung ist zwar gesetzlich nicht verankert, aber Bestandteil der oft langfristigen Lieferverträge zwischen den Produzenten und den Importeuren wie auch zwischen den Vorlieferanten und den Gasversorgern vor Ort.

Nachdem im Sommer 100 Liter Heizöl noch fast 100 Euro gekostet hatten, liegt der Preis derzeit bei rund 75 Euro. Dabei vollzieht der Preis beim Gas die Entwicklung erst mit einer Verzögerung von rund einem halben Jahr nach. Das heißt: Der Preisrutsch an den Ölmärkten im Sommer und im Herbst wirkt sich jetzt auch für den Gaskunden aus.

Und Ihrig betont, dass sich der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine nicht auf die EWV-Kunden auswirken wird. Das Unternehmen, das mehrheitlich zum RWE-Konzern gehört, versorgt in den Kreisen Aachen, Düren und Heinsberg rund 75.000 Haushalte mit Erdgas.
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