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Energie- und Wasserversorger investiert 500.000 Euro in neue Leitstelle

Von: Daniel Gerhards
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Alles im Blick: Leitstandfahre
Alles im Blick: Leitstandfahrer Guido Meder und Geschäftsführer Friedrich Brinkmann (r.) überblicken an der modernen Leitstelle das gesamte Enwor-Versorgungsnetz in der Städteregion. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath. Alle Kontrollleuchten sind grün. Derzeit fließen Strom, Wasser und Gas ohne Störung zum Kunden. Dass es keine Probleme im Versorgungsnetz gibt, sieht Enwor-Leitstandfahrer Guido Meder mit einem Blick auf die Monitore in der Leit- und Störmeldestelle des Versorgers.

Diese brachte das Unternehmen jetzt technisch auf den neuesten Stand. Das soll die Versorgungssicherheit erhöhen und dafür sorgen, dass Störungen schnell behoben werden können. Gut 500.000 Euro hat das kommunale Versorgungsunternehmen dafür investiert.

In der Leitstelle überwachen sechs Mitarbeiter im Schichtbetrieb rund um die Uhr das Versorgungsnetz. Dabei haben sie mehr als 1300 Kilometer Wasser-, 1000 Kilometer Strom- und 120 Kilometer Erdgasleitungen via Bildschirm im Blick. Gleichzeitig überwachen sie auch die Stromerzeugung: Der Betrieb von Blockheizkraftwerken, einem Wasserkraftwerk und Windkraftanlagen wird auf den Monitoren dargestellt. Auf einem der Bildschirme zeigt Stepan Hunze, Abteilungsleiter Netzbetrieb Strom, wie die Wasserkraftturbine in Stolberg-Breinig arbeitet. 207 Kilowatt erzeugt sie gerade - umweltfreundlich, wie Hunze betont.

Allerdings halten die Mitarbeiter nicht nur ein Auge auf das Stromnetz. Sie können auch gleich per Mausklick eingreifen. Schnell können sie lokalisieren, wo es eine Störung gibt. „Die Umschaltung ist von hier aus möglich. Wenn irgendwo ein Fehler im Kabel ist, kann man den Strom umleiten”, erklärt Hunze. So werde dafür gesorgt, dass die Abnehmer nicht im Dunkeln stehen. Dass Enwor damit erfolgreich sei, belege die Statistik: In Deutschland betrage die durchschnittliche Ausfallzeit pro Jahr und Kunde etwa 20 Minuten, Enwor-Kunden müssten im Schnitt nur acht Minuten auf Strom verzichten, sagt Hunze.

Die neue Leitstelle soll die Versorgung noch sicherer machen - durch höhere Rechner- und Verarbeitungsgeschwindigkeit, wie Dieter Düppengießer, Abteilungsleiter Technische Dienste, erklärt. „Wir können jetzt in kurzer Zeit mehr Daten verarbeiten.” Enwor-Geschäftsführer Friedrich Brinkmann nennt die Verbesserung des „Gehirns” der Versorgung in der Städteregion eine lohnende Investition. „Unsere Versorgungsnetze werden von einer zentralen Leitstelle aus geführt, das sorgt für mehr Sicherheit und spart gleichzeitig Kosten.”

Es ist immer noch ruhig in der Leitstelle. Alle Leuchten sind grün. „Wenn es einen Netzausfall gibt, geht es hier ganz anders zu”, sagt Hunze. „Dann laufen viele Anrufe und Meldungen ein. Und es kommen sofort weitere Mitarbeiter, um den Fehler schnell zu beheben.”
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