Energeticon: Reise durch die Energiegeschichte

Von: Holger Bubel
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„Mir nach“: Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter (r.) führte seine Besucher mit vielen Informationen durch den Stollen. Foto: Holger Bubel
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„Gruppe Erkens“ in der Umformerhalle (oben): Dieser Energeticon-Bereich wird schon seit 2008 genutzt. Das Wetter spielte nicht richtig mit. Regen beeinträchtigte die Besichtigung des Außenbereichs.
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„Mir nach“: Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter (r.) führte seine Besucher mit vielen Informationen durch den Stollen. Foto: Holger Bubel

Alsdorf/Eschweiler. Diese 32 Abonnenten unserer Zeitung haben einen unschätzbaren Vorteil, wenn sie das erste Mal das Energeticon in Alsdorf an der Konrad-Adenauer-Allee nach der offiziellen Eröffnung besuchen. Ein Blick hinter die Kulissen, noch bevor die Erlebnisausstellung „Energie erleben – Energie verstehen“ ihre Pforten öffnet, wurde ihnen im Rahmen unserer Abo-Plus-Aktion möglich gemacht.

Harald Richter, Geschäftsführer von Pro-Energeticon, und Energeticon-Mitarbeiterin Lea Erkens führten die Interessierten in zwei Gruppen durch die Ausstellungsgebäude, waren mit ihnen „unter Tage“ unterwegs und erklärten ihnen Aufbau, Philosophie und die Entwicklung der Idee, die Geschichte der Sonne und der Erde in einer außergewöhnlichen Ausstellung zu vermitteln.

Gleich zu Beginn der rund zweistündigen Führung konnte Harald Richter den Energeticon-Besuchern eine brandneue Information mitteilen. Am gleichen Tag hatte nämlich ein Gastronom für das Bistro-Restaurant „Eduard“ – benannt nach dem Hauptförderschacht auf Anna II – den Pachtvertrag unterschrieben: „60 Sitzplätze an Tischen und eine Außenterrasse in Südlage mit Blick auf das wunderschöne Energeticon-Außengelände laden dann nicht nur Ausstellungsbesucher ein“, verkündete der Geschäftsführer.

Dann startete die Reise durch die Geschichte der Energie auch schon, beginnend mit dem „Sonnenraum“, in dem eine Sonneninstallation und atmosphärische Hintergrundklänge die Besucher auf das Kommende einstimmen und „für das Thema öffnen“ sollen.

Weiter ging es in die „Solare Energieschatzkammer“, in der ein stimmungsvoller Film zur Erdgeschichte gezeigt werden wird, bevor im zweiten Ausstellungsabschnitt das fossil-industrielle Zeitalter – Kohle, Erdöl, Erdgas – zum Thema werden wird. „Werden wird“ – denn, so konnten die Gäste feststellen: Es bleibt noch eine Menge zu tun, Arbeiter flitzten durch die Ausstellungskulisse, Sägen und Bohrer zeugten von einem hektischen Betrieb, damit die zeitliche Zielvorgabe 8. September erfüllt werden kann. Ein wenig Phantasie wurde den 32 Besuchern schon abverlangt, um vor dem geistigen Auge das Kommende zu imaginieren.

Apropos imaginieren: Mit einem Aufzug, der die Fahrt unter Tage simulieren soll und die Ausstellungsbesucher ordentlich durchrütteln wird, wird dann auf das große Feld des Bergbaus eingestimmt. „Hierbei hat der Bergbaumuseumsverein einen unschätzbaren Beitrag zur Ausstellung geleistet“, betonte Harald Richter. Ein 140 Meter langer Stollen etwa, ausgestattet durch den rührigen Verein, offenbart Einblicke in den historischen aber auch modernen Bergbau. So ist etwa eine Einschienenhängebahn die Erfindung des 89-jährigen Alsdorfers Werner Sprenter, die weltweit noch genutzt wird, zu bestaunen, aber ebenso Relikte wie Grubenfahrräder aus fernen Bergbauzeiten.

Der Stollen endet unter dem Kauengebäude. Dort informiert ein Zeitstrahl über die Bergbaugeschichte im Aachener Revierraum und schließt das „fossile Zeitalter“ mit dem Jahr 1992 ab. Im Raum „Bilder der Zeit“ wird dem Besucher die extreme Arbeitssituation durch Portraits vor Augen geführt, aber auch, wie sich das private Leben der Bergleute darstellte.

Gründe, warum die Energiewende sein muss, erfahren die Gäste im post-fossilen Bereich: Endlichkeit fossiler Energieträger, weltweites Wachstum und begrenzte Belastbarkeit der Atmosphäre stimmen ein auf das Gebiet der neuen Energieformen. „Hierzu gehört auch das kleine Einmaleins der Energiewende, physikalische und biologische Grundlagen werden vermittelt oder wiedererweckt: „Was ist ein PS?“, „Was ist Photosynthese?“

Dass noch einiges zu tun ist im Energeticon, bis die ersten Gäste hoffentlich zahlreich die Dauerausstellung besuchen, darüber waren sich Richter, Erkens und unsere Abo-Plus-Leser einig. „Aber“, betonte der Energeticon-Geschäftsführer, „wir sind uns sicher, dass wir rechtzeitig fertig werden.“

Genauso sicher waren sich die Besucher nach dieser interessanten Führung: „Wir kommen wieder.“

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