Elf neue Unternehmen schaffen 200 Jobs

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Städteregion blicken auf ein „überaus erfolgreiches Jahr 2011” zurück. Das erklärte Städteregionsrat Helmut Etschenberg jetzt bei der Präsentation der Geschäftsergebnisse.

Beide Gesellschaften konnten Gewinne erwirtschaften, stellte der Aufsichtsratsvorsitzende von WFG und GWG fest.

Ein zentrales Arbeitsfeld der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist die Ansiedlung von Unternehmen. 2011 sei es gelungen, elf Unternehmen neu in die Region zu holen. Dabei seien über 200 Arbeitsplätze entstanden, erläuterte Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der WFG. Zudem habe man Firmen dabei unterstützt, innerhalb der Städteregion umzusiedeln oder ihre Geschäftsräume zu erweitern.„90 Prozent unseres Geschäfts laufen mit Unternehmen, die bereits einen Standort in der Städteregion haben oder in der Nähe sind”, sagte Thomas. Allerdings sei auch das Engagement bei Umsiedlungen innerhalb der Städteregion wichtig, schließlich konkurriere man dabei auch mit anderen Standorten, etwa in Nachbarkreisen.

Gut in Anspruch genommen werden laut Thomas die von der WFG angebotenen kostenlose Seminare - etwa in den Bereichen Vertrieb, Baurecht oder Medizin und Pharmazie. Zu den 17 Veranstaltungen seien im vergangenen Jahr insgesamt 765 Teilnehmer gekommen. In Sachen Hochschulkooperationen habe die WFG den Kontakt zwischen der FH Aachen und der Wirtschaftsuniversität Breslau (Polen) hergestellt. Nun gebe es einen Studenten- und Dozentenaustausch zwischen beiden Hochschulen. Insgesamt hat die WFG bei einem Umsatz von 2,5 Millionen Euro 200 000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Dies sei auf das gute Leasing- und Vermietungsgeschäft zurückzuführen.

Auch die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft hat 2011 schwarze Zahlen geschrieben. Sie erzielte einen Gewinn von 300 000 Euro bei einem Umsatz von drei Millionen Euro. Die GWG vermietet 800 eigene Wohnungen. Thomas, der auch Geschäftsführer der GWG ist, sagte, dass man den Gebäudebestand sukzessive verjüngen wolle. Aktuell stammt rund ein Drittel der Wohnungen der GWG aus den 1950er Jahren. Diese seien nicht mehr zeitgemäß. „Das sind häufig Wohnungen mit 48 oder 52 Quadratmetern Wohnfläche. Die wurden damals für Familien mit zwei Kindern gebaut”, sagte Thomas. Heute eigneten sich diese Wohnungen nur noch für Zwei-Personen- oder Single-Haushalte. Daher wolle man alte Gebäude verkaufen und neue bauen. Ein Fokus liegt auf seniorengerechten Wohnungen. Solche baut die GWG derzeit am Mauerfeldchen in Würselen. 24 Wohnungen und eine DRK-Station entstehen dort. Vom nahen Medizinischen Zentrum der Städteregion könnten die künftigen Bewohner bei Bedarf Dienstleistungen „ankaufen”.

Getrübt wird die Bilanz der GWG dadurch, dass viele Mieter im Zahlungsrückstand sind. „Jeder siebte ist im Mahnverfahren”, sagte Thomas. Das sei zwar ein Problem, bei der Vermietung von Sozialwohnungen sei es aber auch kein ungewöhnlich hoher Wert.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert