Dorfwettbewerb: Schönheit ist nicht entscheidend

Von: Udo Kals
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Aachen. Das hatte sich Ruth Roelen schon etwas anders vorgestellt. Nachdem beim bislang letzten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” im Jahr 2008 mit 35 Dörfern und Stadtteilen so viele wie noch nie mitgemacht hatten, hatte die Regionalentwicklerin eigentlich auf einen neuerlichen Teilnehmerrekord gehofft.

Schließlich wurde das Gebiet für die Runde im Jahr 2011 um die Stadt Aachen erweitert. Doch nachdem sie und ihr Team in den vergangenen Monaten landauf, landab durch die Städteregion gereist sind, um Neugier auf die Neuauflage des Wettbewerbs zu wecken, ist Roelen derzeit „gar nicht zufrieden” mit der Resonanz: „Wir haben bislang 28 Zusagen, die aber zum großen Teil noch nicht schriftlich bestätigt worden sind. Das macht mich noch nicht wirklich glücklich.”

Erstmals ist Aachen dabei

Dabei hat sie in den vergangenen Jahren schon einiges erreicht. Denn unter dem Namen „Unser Dorf soll schöner werden” hatte sich der Wettbewerb vor einigen Jahren fast überlebt. Seit Anfang der 90er Jahre war das Interesse von 33 (1993) fast kontinuierlich auf zehn Teilnehmer (2005) gesunken, die fast ausnahmslos aus der Eifel kamen. Doch mit einigen Kniffs hauchte Roelens Team dem Wettbewerb neues Leben ein.

So wurde etwa das Wettbewerbsgebiet in zwei Konkurrenzen unterteilt (Nord- und Südkreis sowie für 2011 zusätzlich Stadt Aachen), an denen nicht nur klassische Dörfer wie Puffendorf (Baesweiler) und Höfen (Monschau), sondern auch Stadtteile wie das Frankenberger Viertel in Aachen oder Eschweiler-Hastenrath teilnehmen können. Zudem wurden inhaltlich neue Schwerpunkte gesetzt - in Kurzform: Es geht weniger um Optik, sondern viel mehr um eine auf die Zukunft ausgerichtete Gestaltung der Dörfer (siehe auch Bewertungskriterien/Grafik).

Ob Nachbarschaftshilfe, die Verschönerung des Dorfplatzes oder neue Initiativen für die Nahversorgung: „Für die Bewertung ist immer die individuelle Ausgangssituation des Dorfes entscheidend. Dabei haben die Teilnehmer die verschiedensten Dinge einzubringen. Es ist so viel da in den Dörfern, das merken viele aber erst, wenn sie sich zusammensetzen.

Und die einmal angepackten Themen sollen im Rahmen des Wettbewerbs weiterentwickelt werden”, sagt Roelen und betont: „Dieser Prozess ist nach einer Teilnahme nicht abgeschlossen. Wer 2008 mitgemacht hat, sollte daher die Chance nutzen, sich auch 2011 zu präsentieren.” Zumal es wiederum ein von der Sparkasse Aachen finanziertes Startgeld gibt wie auch das Angebot, die angestoßene Entwicklung im Rahmen eines Workshops zu intensivieren. Am 18. Februar läuft die Anmeldefrist aus, weitere Infos unter 0241/51982528.
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