Aachen - Dorfwettbewerb: Blümchen stehen in zweiter Reihe

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Dorfwettbewerb: Blümchen stehen in zweiter Reihe

Von: Udo Kals
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Startschuss: Regionalentwicklerin Ruth Roelen (l.) erläutert das Konzept des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zu- kunft”. Zur Auftaktveranstaltung kamen Vertreter aus fast allen städteregionalen Kommunen. Foto: H. Krömer

Aachen. 35 Dörfer von Puffendorf im Norden bis Kalterherberg im Süden - „das ist schon eine großartige Resonanz gewesen”, sagt Helmut Etschenberg. Und der Städteregionsrat wäre schon sehr zufrieden, wenn sich der Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2008 bei der jetzt anlaufenden Neuauflage des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft” wiederholen würde.

Denn eigentlich war der Wettbewerb auf dem Weg, sich zu überleben: Seit Ende der 80er Jahre war das Interesse von 33 (1993) fast kontinuierlich auf nur noch zehn Teilnehmer (2005) gesunken.

Doch mit zahlreichen Infoveranstaltungen, einer Aufteilung des Wettbewerbgebietes in zwei Konkurrenzen (Nord- und Südkreis) sowie einer inhaltlichen Neuausrichtung ist dem Team um die Regionalentwicklerin Ruth Roelen in kurzer Zeit gelungen, dem Projekt neues Leben einzuhauchen. „Es ist kein Blümchenwettbewerb mehr, sondern eine auf die Zukunft ausgerichtete Gestaltung der Dörfer”, sagt Karl-Heinz Hermanns, der als Bürgermeister von Simmerath weiß, wovon er spricht.

Siegte doch Einruhr beim vergangenen Wettbewerb im Südkreis neben Hastenrath-Scherpenseel (Eschweiler) im Nordkreis. Und die Gründe waren vielfältig: Ob das lebendige Vereinsleben, Initiativen zur Integration von Neubürgern, die Sicherung der Nahversorgung durch einen Dorfladen oder bauliche Planungen, die die dörfliche Struktur sichern sollen - zahlreiche Facetten fließen in die Beurteilung ein.

„Generelles Ziel ist die Verbesserung der Zukunftsperspektiven und der Lebensqualität im ländlichen Raum. Wichtig ist, dass das Gemeinschaftsleben im Dorf gestärkt wird und Anreize für die weitere Entwicklung gegeben werden.

So haben nach dem vergangenen Wettbewerb 14 der 35 teilnehmenden Dörfer unser Angebot angenommen, die einmal angestoßenen Entwicklungen in einer Planungswerkstatt zu intensivieren”, sagte Roelen am Montag beim Startschuss des Wettbewerbs, an dem erstmals auch die Stadt Aachen teilnimmt, so dass es städteregional drei - von der Sparkasse Aachen finanziell unterstützte - Wettbewerbe geben wird: in Aachen, im Nordraum (Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Würselen und nördliche Teile Stolbergs) sowie im Südraum (Nordeifel und südliche Teile Stolbergs).

Und so gibt es auch drei Veranstaltungen, bei denen Interessierte nähere Infos und Teilnahmebedingungen erhalten: in Baesweiler (16. Juni, Burg, 18 bis 20 Uhr), Aachen (22. Juni, Jugendgästehaus Colynshof, 18 bis 20 Uhr) und Simmerath (1. Juli, Antoniushof, 19 bis 21 Uhr).

Karl-Heinz Herrmanns rührte im Beisein vieler Amtskollegen schon kräftig die Werbetrommel: „Ich kann nur alle ermuntern, an dem Wettbewerb teilzunehmen - das ist eine gute Sache.” Das meint auch Etschenberg und hofft, beim ersten städteregionalen Wettbewerb die „35” zu knacken.
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