Baesweiler - Die Rechte Hand des Apothekers

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Die Rechte Hand des Apothekers

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Die Mischung macht´s: Das Portionieren gehört zu den ersten Dingen, die angehende pharmazeutisch-technische Assistenten lernen. Foto: Schaum

Baesweiler. Aus der Fülle des Stoffs macht Angela Redeker keinen Hehl. „Wer es hier schaffen will, muss wirklich verdammt viel lernen.” Arzneimittelkunde, Toxikologie, Botanik, Körperpflegekunde und etliche naturwissenschaftlich geprägte Fächer mehr begleiten angehende pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) durch ihre zweijährige Ausbildung.

Die von Angela Redeker geleitete PTA-Schule an der Baesweiler Grabenstraße ist die einzige ihrer Art in der Region.

40 Schüler werden dort pro Jahrgang aufgenommen. Die Plätze sind begehrt, etwa 150 Bewerbungen stehen ihnen gegenüber. Und das, obwohl für die Ausbildung ein Schulgeld fällig wird. 130 Euro zahlen die Schüler monatlich. Das ist ein Drittel der Summe, die zu je einem weiteren vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie von der Apothekerkammer Nordrhein finanziert wird.

Auf die spätere Arbeit - in der Regel in einer Apotheke - bereitet sich seit einer Woche der jüngste Jahrgang vor. Im Labor lernen die Jugendlichen das Hantieren mit Reagenzgläsern kennen, das Wiegen kleinster Mengen von Substanzen, das Bestimmen von Heilkräutern oder den Umgang mit dem Mikroskop. Die meiste Zeit jedoch verbringen sie im Klassenraum. „Die Ausbildung gleicht eher einem Studium”, sagt Angela Redeker, „es gibt viele Vorträge, viel Theorie.” Elf Dozenten sind an der Schule als Honorarkräfte tätig. Mancher von ihnen ist vormittags dort und steht nachmittags in einer Apotheke. Wie die Leiterin selbst, die ein Pharmaziestudium an die eigene Ausbildung zur PTA gehängt hatte.

Rechte Hand

„Rechte Hand des Apothekers” - so werden pharmazeutisch-technische Assistenten oft bezeichnet. Denn sie dürfen Kunden bedienen und beraten sowie Salben und Cremes herstellen. Doch eine Apotheke leiten oder Notdienste versehen, dürfen sie nicht. Latein spielt bei der Ausbildung nur am Rande eine Rolle. „Ein paar Vokabeln, um Fachbegriffe parat zu haben”, sagt Redeker, „mehr nicht.”

Erst in Köln oder Krefeld gibt es die nächsten PTA-Schulen. Somit ist die Baesweiler Adresse in der Region bekannt bei Ausbildungswilligen. Seit 40 Jahren gibt es die Schule, die 25 Jahre lang vom Kreis Aachen getragen wurde. Anschließend übernahm ein Zusammenschluss von Apothekern das Ruder, seit drei Jahren befindet sich die Schule in Trägerschaft des Apothekerverbandes Aachen.
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