Städteregion - Dicker Batzen Geld für viele Engagierte

Dicker Batzen Geld für viele Engagierte

Von: Daniel Gerhards
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Präsentieren stolz den Wirtschafts- und Gesellschaftsbericht der Sparkasse: die Vorstände Hubert Herpers (r.) und Norbert Laufs. Foto: Steindl

Städteregion. Fest in der Region verwurzelt – so versteht sich die Sparkasse Aachen. Um dies zu untermauern, legte das Kreditinstitut jetzt seinen Wirtschafts- und Gesellschaftsbericht für das vergangene Jahr vor.

Die Sparkassenvorstände Hubert Herpers und Norbert Laufs zeigten dabei, wie das Institut regionale Unternehmen unterstützt, was die Bank für die Umwelt tut und wie Vereine, Initiativen und Bildungseinrichtungen gefördert werden. Insgesamt seien den Einwohnern der Städteregion 2012 rund 35,6 Millionen Euro zugute gekommen – die Sparkasse nennt das „Bürgerdividende“.

Der Großteil dieser stattlichen Summe ist in öffentliche Kassen geflossen: Die Gesellschafter – das sind die Stadt und die Städteregion Aachen – erhielten 14,3 Millionen Euro Gewinnausschüttung. Zudem zahlte die Sparkasse 15,2 Millionen Euro Gewerbesteuer. 4,5 Millionen Euro (1,4 Millionen Euro davon aus dem Prämienlos-Sparen) spendete die Bank, 1,2 Millionen Euro flossen in Sponsoring und 308.000 Euro Erträge aus Stiftungsvermögen wurden ausgeschüttet. „Gemeinnützigkeit steht bei uns in den Statuten, das wollen wir mit Leben füllen. Wir wollen Gutes unterstützen, erhalten und damit nachhaltig sichern“, sagte Vorstandsvorsitzender Herpers.

Ein dicker Batzen Geld floss in den Bereich „Jugend und Schule“: Die Sparkasse ermöglicht beispielsweise die Aktion „Zeitung und Schule“, sie gibt Jugendlichen beim Planspiel Börse die Möglichkeit, den Handel mit Wertpapieren kennenzulernen, und organisiert Unterrichtseinheiten zur Schuldenprävention. „Das machen wir, damit junge Menschen nicht der Verlockung erliegen, mehr Geld auszugeben als sie haben. Sie sollen lernen, mit dem Geld zu planen“, sagte Herpers.

Mit ihren Finanzen haushalten müssen auch Selbstständige: Die Aachener Hochschulen erhielten Unterstützung, um Studenten bei der Existenzgründung unter die Arme zu greifen. Dazu vergab das Geldinstitut Stipendien in Höhe von 31.000 Euro, 12.000 Euro stellte man für eine RWTH-Juniorprofessur zum Thema Unternehmensgründung zur Verfügung.

Kunst- und Kultureinrichtungen und Veranstaltungen unterstützte das Institut mit 187.000 Euro. Man wolle damit Kinder und Jugendliche zur Kunst bringen. „Wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich musisch zu engagieren, die das sonst nicht könnten“, sagte Herpers.

Finanziell aufgepeppt – mit insgesamt 631.000 Euro – wurden auch Sportvereine. Neben vielen kleinen Vereinen unterstützte die Sparkasse die (Noch-)Profis der Alemannia und den CHIO. „Gemeinsam mit dem ALRV finanzieren wir den Besuch von Schülergruppen auf dem Reitturnier. Wir haben gehört, dass viele Klassen nicht mehr kommen, weil die Busfahrt zu teuer ist. Deshalb haben wir die Anfahrt auch noch übernommen“, sagte Herpers.

Wichtig für die Heimatverbundenheit seien auch Brauchtum und gesellschaftliche Initiativen – sie erhielten 97 000 Euro. Öcher Schängche, THW, Thouet-Mundartpreis und viele andere profitierten. Auch gefördert wurde das Zusammenleben von Alt und Jung: Beim Wettbewerb „Nix geht ohne 55+“ nahmen 153 Vereine teil, 18 gewannen insgesamt 50.000 Euro.

So sinnvoll all diese Fördermaßnahmen seien, es sei nicht immer leicht zu entscheiden, welchen Verein oder welche Initiative man unterstützen soll, sagt Herpers. Es gebe viele Menschen, die dort gute Arbeit leisten, aber man könne nicht jeden unterstützen. Man müsse sich dabei bis zu einem gewissen Grad auf sein Gefühl verlassen. „Aber ich bin sicher, dass wir viele gute Sachen in Gang gesetzt haben.“

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