Aachen - Der Verein Pro Arbeit fordert „1000 Chancen für Langzeitarbeitslose”

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Der Verein Pro Arbeit fordert „1000 Chancen für Langzeitarbeitslose”

Von: Jutta Geese
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Aachen. „Jetzt handeln! Stillstand verhindern!”: Unter diesem Motto fordert der Verein Pro Arbeit eine arbeitsmarktpolitische Offensive in der Städteregion.

Doch er fordert nicht nur, er bietet den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auch seine Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte zur Integration von Langzeitarbeitslosen und zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit an.

Und dazu hat sich Pro Arbeit selbst neu formiert. Vor fast 20 Jahren von kirchlichen Trägern von Arbeitslosenprojekten in Stadt und Kreis Aachen als Dachverband gegründet, hat sich Pro Arbeit jetzt für andere arbeitsmarktpolitische Träger geöffnet. „Wir wollen aber nicht alle vertreten, sondern nur die gemeinnützigen und regionalen Anbieter”, betont Vorstandsmitglied Peter Brendel, der zugleich Geschäftsführer der Eschweiler low-tec gGmbH ist.

24 Mitgliedsorganisationen zählt der Verein mit Sitz in der Monheimsallee 71 in Aachen (0241/9127-807) derzeit, darunter größere wie der Aachener Verein Wabe oder der Herzogenrather Förderverein Arbeit und Umwelt, aber auch kleinere wie die Stolberger Jugendberufshilfe. „Etwa 2000 Jugendliche und Erwachsene werden jährlich von unseren Mitgliedern qualifiziert, rund 250 festangestellte Mitarbeiter haben sie insgesamt”, sagt Brendels Vorstandskollegin Simone Pfeiffer-Bohnenkamp vom Sozialwerk Aachener Christen.

Mit diesem Gewicht will sich Pro Arbeit in die städteregionale Arbeitsmarktpolitik einbringen. Erste Gesprächstermine mit Bürgermeistern und Sozialpolitikern sind vereinbart. Zum einen geht es dabei unter der Überschrift „1000 Chancen für Langzeitarbeitslose” um deren Integration: In einem Verbundprojekt könnten laut Pro Arbeit Fördergelder für die Qualifizierung und Beschäftigung von 1000 Menschen in regional wichtigen Arbeitsbereichen akquiriert werden.

Zum anderen geht es darum, Langzeitarbeitslosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen: „Wenn große Betriebe geschlossen werden, werden die Beschäftigten in Transfergesellschaften aufgefangen und qualifiziert. Warum sollte man nicht eine übergreifende Gesellschaft für von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftige aus kleinen Firmen gründen?”, fragt Brendel. Mit solch einem Konzept, meint er, könnte sich die Städteregion als arbeitsmarktpolitische Modellregion profilieren.
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