Alsdorf/Eschweiler - Der „Saugfuß”, der falsche Vertreter und die doppelte Anzeige

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Der „Saugfuß”, der falsche Vertreter und die doppelte Anzeige

Von: pol-ac
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf/Eschweiler. Die Polizei warnt vor Betrügern in der Region, die sich derzeit als Staubsaugervertreter ausgeben. In der Städteregion sind schon zwei solcher Fälle bekannt. Einer der Betrüger konnte inzwischen dingfest gemacht werden.

In Alsdorf-Kellersberg wurde ein 84-jähriger Rentner übers Ohr gehauen. Zwei vermeintliche Vertreter klingelten an der Wohnungstüre und gaben vor, den Staubsauger kontrollieren zu wollen. Sie stellten einen Schaden fest und verlangten 250 Euro als Vorauszahlung für die Reparatur.

Der Senior verließ den Raum, um das Geld zu holen. Diese Zeit nutzten die Männer. Sie stahlen eine Geldkassette und Sparbücher im Wert von mehreren zehntausend Euro. Als der Rentner den Diebstahl bemerkte, waren die Täter längst über alle Berge. Dem 84-Jährigen blieb nur noch, die Sparbücher nachträglich sperren zu lassen.

Ähnlich, aber nicht ganz so schlimm, widerfuhr es einer 71-jährigen Dame aus Eschweiler. Bei ihr klingelte ein angeblicher Staubsaugervertreter und bot an, den hochwertigen Sauger zu kontrollieren.

Der Vertreter fand natürlich auch einen Mangel. Er nahm das Haushaltsgerät mit nach draußen und kehrte wenig später mit einem angeblich reparierten „Saugfuß” zurück. Dafür verlangte er 200 Euro.

Die Frau hatte nicht so viel Geld im Haus. So kehrte der Vertreter am darauf folgenden Tag zurück. Er sackte das restliche Geld ein und verschwand.

Später schöpfte die Dame Verdacht und ging zur Polizei. Die Beamten stellten fest, dass der Saugfuß weder defekt gewesen noch erneuert worden war.

Doch ein aufmerksamer Nachbar, dem der Vertreter komisch vorgekommen war, hatte sich dessen Autokennzeichen aufgeschrieben. Dadurch konnten die Ermittler den angeblichen Vertreter, einen 41-Jährigen aus Alsdorf, ausfindig machen.

Er bestritt, die Frau betrogen zu haben. Eine Rechnungskopie konnte er allerdings nicht vorweisen. Als er gegenüber den Beamten sagte, dass dies auch nicht nötig sei, leiteten sie gegen ihn nicht nur ein Betrugsverfahren, sondern auch ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung ein.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass mit derselben Masche noch andere Senioren übers Ohr gehauen worden sind. Diese Menschen werden gebeten, sich bei der Kripo in Aachen unter Tel. 0241/9577 33101 oder 0241/9577 34210 zu melden.
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