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Bildungsbüro kommt jetzt langsam auf Touren

Von: Jutta Geese
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Aachen. Die Städteregion als Bildungs- und Wissensregion mit Modellcharakter zu profilieren, gestaltet sich zäher als erwartet. Zwar wurde das städteregionale Bildungsbüro nach einem Ratsbeschluss der Stadt Aachen bereits zum 1. Juli 2008 eingerichtet.

Aber, räumt Aachens Stadtdirektor Wolfgang Rombey ein: „Wir haben einige Zeit gebraucht, um die Strukturen aufzubauen. Doch jetzt gehts los. Die Mannschaft ist da.”

Dank der erfolgreichen Bewerbung der Städteregion um Aufnahme in das Bundesprogramm „Lernen vor Ort” ist das Team des Bildungsbüros jetzt um neun auf elf Mitarbeiter aufgestockt worden. Sehr zur Freude auch von Annette Knobbe, die das erste halbe Jahr als „Einzelkämpferin” die Bildungsregion voranbringen sollte, ehe sie Anfang 2009 mit Gabriele Roentgen Verstärkung erhielt. „Wir hatten eigentlich vor, schon damals inhaltlich voll einzusteigen”, sagt Rombey. Aber dann sei die Ausschreibung für das Projekt „Lernen vor Ort” gekommen, und von der Antragstellung bis zum Zuschlag „war alles schwierig”. Aber das sei nun vergessen, jetzt gehe es richtig los.

Bildungsbüro samt Projektteam „Lernen vor Ort” seien als Servicestelle zu verstehen, die schulische und außerschulische Bildungsangebote miteinander vernetzt, von der Frühförderung bis zum Berufsleben, erklärt Gregor Jansen, zuständiger Dezernent der Städteregion. Es gehe nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern Bestehendes zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam Qualitätsstandards zu verabreden. „Was gut funktioniert, soll transparent gemacht und in die Fläche getragen werden. Doch es sollen auch Schwachstellen im Bildungssystem in der Städteregion benannt und zusammen mit den Kooperationspartnern ausgemerzt werden”, sagt Jansen.

Kooperationspartner gibt es eine ganze Menge - von den diversen Schulen und Hochschulen über Kammern, Unternehmen, Arbeitsagentur und Gewerkschaftsbund bis hin zu Institutionen aus dem Kultur- und Sportbereich. Ein bis zwei Mal im Jahr kommen sie bei einer Bildungskonferenz zusammen, um gemeinsam mit den Experten aus dem Bildungsbüro sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung über Vorhaben und strategische Ziele zu beraten. Mit im Boot sind jetzt durch „Lernen vor Ort” auch Stiftungen: Die „Grundpatenschaft” obliegt der Bertelsmann-Stiftung, Partner aus der Region sind die Bürgerstiftung der Sparkasse, die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen, die Stiftung Kathy Beys und die Stiftung Jürgen Kutsch.

Und welche Schwerpunkte werden in den kommenden drei Jahren - solange läuft die Förderung für „Lernen vor Ort” - gesetzt? Annette Knobbe nennt fünf Arbeitsfelder: Verbesserung der Bildungsübergänge, Bildungsberatung, Erstellung eines detaillierten Bildungsberichtes für jede der zehn Kommunen, Bildungsmarketing und Profilierung der Bildungsregion mit dem Schwerpunkt Wirtschaft, Technik und Umwelt. Über allem steht das Ziel, jedem Menschen in der Städteregion die gleichen Bildungschancen zu ermöglichen - und das lebenslang.
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