„Befragung kommt bei CDU-Basis gut an”

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Stolberg/Roetgen. Ab Montag wird es ernst für den Aachener CDU-Parteichef Armin Laschet und den Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Bis zum 31. Oktober sind landesweit rund 160000 Parteimitglieder aufgerufen, die Frage zu klären, wer von beiden neuer CDU-Chef an Rhein und Ruhr werden soll - der Landespolitiker Laschet oder der Bundesminister Röttgen?

Im ehemaligen Kreisgebiet erhalten dieser Tage knapp 3800 Christdemokraten zwischen Baesweiler und Monschau Post mit den Wahlunterlagen. Und Kreisparteichef Axel Wirtz ist zuversichtlich, dass viele Parteifreunde diese ausfüllen werden. „Ich werde von vielen Parteifreunden angesprochen. Und ich nehme mit, dass die Mitgliederbefragung mit der Möglichkeit der Mitsprache bei wichtigen Entscheidungen gut angekommen ist. Zumal beide Kandidaten angekündigt haben, sich dem Votum zu fügen, so dass der Unterlegene seine Kandidatur zurückzieht”, sagt der Landtagsabgeordnete aus Stolberg. Unübersehbar sei, dass es zurzeit eine Tendenz weg vom Delegiertensystem hin zur Basisbefragung gebe.

Wie sich die bei der Befragung nun in Zahlen ausdrückt, wird sich zeigen. Wirtz hofft, „dass sich mehr als beim letzten Mal beteiligen” werden. Das letzte - und bislang erste Mal - war im Mai 1994, als mit Helmut Linssen und Norbert Lammert ebenfalls ein Düsseldorfer und ein Berliner Christdemokrat um die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 1995 konkurrierten. Knapp 45 Prozent der Mitglieder stimmten ab, rund 60 Prozent votierten für Linssen.

Zwischen Laschet und Röttgen erwartet Wirtz einen knappen Wahlausgang. „Wie ich von meinen Kollegen im Landtag höre, hat Armin Laschet jedoch bei allen Regionalkonferenzen verdeutlichen können, dass es wichtig wäre, dass ein Landespolitiker den Landesverband führen sollte”, sagt Wirtz. Beim Wahlergebnis im ehemaligen Kreis Aachen geht er davon aus, „dass die regionale Präferenz eine deutliche Rolle spielen wird”. Zumal: „Wir haben erstmals die Chance, einen Mann aus der Region an die Spitze des NRW-Landesverbandes zu führen. Das ist schon reizvoll.”

Am kommenden Freitag, 8. Oktober, wird Laschet sicherlich nochmals die Möglichkeit nutzen, um beim Kreisparteitag in Roetgen die Werbetrommel in eigener Sache zu rühren. „Die CDU Nordrhein-Westfalen vor dem Neuanfang” ist sein Redebeitrag überschrieben. Zudem wird Kreisparteichef Wirtz die vergangenen zwölf Monate bilanzieren - sein Fazit: Die CDU-Stadtverbände Alsdorf und Eschweiler seien nach den Querelen der Vergangenheit auf einem guten Weg; das schlechte Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl sei „ein Ausreißer” gewesen.

Wie Laschet bei seinen Parteifreunden abschneidet, wird er am Abend des 31. Oktober erfahren. Bis tags zuvor haben die Mitglieder die Möglichkeit, per Briefwahl abzustimmen, sagt CDU-Kreisgeschäftsführer Carsten Mannheims. Für den 31. Oktober richtet jeder Stadt- und Gemeindeverband ein „Wahllokal” ein, in dem die Mitglieder von 11 bis 17 Uhr noch abstimmen können. Gegen 19 Uhr wird das Resultat im Altkreis feststehen, das Landesergebnis gegen 21 Uhr. Und spätestens dann weiß auch Armin Laschet, ob er am 6. November beim Landesparteitag zur Wahl des Parteichefs antreten wird oder nicht.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert