Auspacken in der neuen Amtsstube

Von: Daniel Gerhards
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Architektur im Spiegel der Zei
Architektur im Spiegel der Zeit: In einer Fensterfassade des neuen „Sparkasengebäudes” an der Zollernstraße werden das denkmalgeschützte Verwaltungshochhaus und der 2005 eröffnete gelbe Erweiterungsbau reflektiert. Foto: dm-press

Aachen. Es ist schon ordentlich Betrieb im neuen „Sparkassengebäude” an der Zollernstraße in Aachen. Allerdings sieht man auf den Fluren und in den Büros nur wenige Verwaltungsmitarbeiter der Städteregion.

Derzeit gehen dort noch Maler, Elektriker und Möbelpacker ihren Gewerken nach. Am Montag richteten die ersten Verwaltungsbediensteten ihre Büros in dem Neubau ein.

Die ganze Woche ist für den Umzug der Mitarbeiter des Kataster- und Vermessungsamts eingeplant. Die ersten 50 haben ihre Kisten längst gepackt. Für sie ging es ans Auspacken. „Die Aussicht aus der achten und neunten Etage werden wir vermissen”, sagt Irene Littek-Braun, Leiterin des Kataster- und Vermessungsamts. „Jetzt freuen wir uns auf die neuen Arbeitsplätze. Die Büros und das ganze Gebäude sind wirklich toll.”

Das Gebäude wurde von der Sparkasse gebaut, die im Erdgeschoss auf 470 Quadratmetern eine Filiale einrichten wird. Die restlichen 6700 Quadratmeter mietet die Städteregion an. 240 Verwaltungsmitarbeiter werden die 150 neuen Büros beziehen. Architektin Gabriele Reiners vom Immobilienmanagement der Städteregion öffnet die Tür zu einem „Standardbüro”.

Es hat 23 Quadratmeter und soll bald zwei „normalen Sachbearbeitern”, die keine besonders große technische Ausstattung benötigen, aufnehmen. Fenster bis zum Boden und individuell regelbare Heizungen sorgen für Komfort bei der Arbeit. Highlight des Gebäudes sind jedoch die drei integrierten Altbauten an der Zollernstraße. Sie sind in die Fassade eingearbeitet.

Ihr Charme wurde auch im Inneren erhalten: Bleiverglaste Fenster, Stuckdecken, Jugendstilwandfliesen und sogar alte Tapeten wurden aufgearbeitet und bleiben so in Treppenhäusern und Büros erhalten. Ein schönes Büro mit Holzvertäfelung an der Wand soll bald als Bürgerauskunftsstelle des Kataster- und Vermessungsamts dienen. „Zu uns kommen oft Heimatforscher, die in unserem Archiv stöbern”, sagt Littek-Braun. Das können sie bald in historischer Atmosphäre tun.

Bei aller Freude über das neue Gebäude ist noch etwas Geduld angebracht, bis alle Umzugsarbeiten abgeschlossen sind. Wochenweise werden Mitarbeiter unterschiedlicher Ämter in den Neubau ziehen. Das wird voraussichtlich im Februar 2012 abgeschlossen sein. Damit möchte die Verwaltung so viele Ämter wie möglich an der Zollernstraße konzentrieren. Das soll den Kontakt der Bürger zur Verwaltung erleichtern und langfristig Kosten für die Städteregion sparen.

Eine besonders anspruchsvolle Aufgabe wartet aber zunächst noch auf Littek-Braun und ihre Mitarbeiter. „Unsere großen Pläne müssen wir in einer Wanne transportieren. Das ist gar nicht so einfach. Die dürfen nämlich nicht gekickt werden”, erklärt Littek-Braun und hofft, dass alles heil in den neuen Büros ankommt.
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