Aachen - Auftragssuche wird einfacher

Auftragssuche wird einfacher

Von: Jutta Geese
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Süße Wünsche für 2009: Kreishandwerksmeister Hans Winnen (2.v.r.) überreichte Landrat Carl Meulenbergh (Mitte) den obligatorischen Kuchen. Es gratulierten (v.l.) Hans Hansen (Vize-Obermeister Schornsteinfeger), Peter Dohmen (Innovationspreisträger 2008 der Handwerkskammer), Hildegard Meulenbergh, Ludwig Voß (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft) und Norbert Bock (Obermeister Kreis-Friseurinnung). Foto: Geese

Aachen. Seiner Bedeutung für die Region ist sich das örtliche Handwerk durchaus bewusst, und Kreishandwerksmeister Hans Winnen belegt diese bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit eindrucksvollen Zahlen: In Stadt und Kreis Aachen beschäftigen 5500 Handwerksbetriebe 43.000 Mitarbeiter und bilden mehr als 4000 Lehrlinge aus.

Der jährliche Umsatz liegt bei etwa 3,7 Milliarden Euro. „Zahlen, die für sich sprechen”, wie Winnen beim Neujahrsempfang im Kreishaus betonte. Zahlen, die Landrat Carl Meulenbergh - auch mit Blick auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Folgen für den Arbeitsmarkt - richtig einzuordnen weiß: „Ich bin überzeugt, dass das Handwerk in Krisenzeiten unser wichtigster Partner ist.” Und er versprach, der Kreis werde das örtliche Handwerk unterstützen, wo immer es möglich sei.

Geld sinnvoll ausgeben

Wünsche hatte die Delegation der Kreishandwerkerschaft mehrere. Etwa den, dass das von der Bundesregierung angekündigte Konjunkturprogramm vor Ort schnell umgesetzt wird und auch die Kommunen Investitionsmittel abrufen können, die den geforderten Eigenanteil nicht aufbringen können. „Da muss es Ausnahmegenehmigungen geben”, forderte Winnen.

Das sehe er genauso, pflichtete ihm Meulenbergh bei. „Sobald Ende Januar die Eckdaten von Bund und Land vorliegen, werden wir uns intensiv damit beschäftigen.” Allerdings lege er Wert darauf, „dass wir uns Gedanken darüber machen, was sinnvoll ist, und nicht einfach nur Geld ausgeben”. Erfüllt wird auch der Wunsch der Kreishandwerkerschaft, den Betrieben die Suche nach öffentlichen Aufträgen in Stadt und Kreis Aachen zu erleichtern. Bislang müssen sie bei jeder der zehn Kommunen sowie beim Kreis einzeln recherchieren, um Ausschreibungen ausfindig zu machen.

Zum Start der Städteregion im Oktober werde es ein Vergabeportal im Internet geben, das alle Ausschreibungen bündelt, kündigte Dezernent Axel Hartmann an. Und nicht nur das: „Wir wollen die komplette Vergabe übers Internet abwickeln.” Womit er Wunsch Nummer drei - mehr Transparenz - gleich mit erfüllte.

Wunsch Nummer vier äußerte Peter Dohmen, Innovationspreisträger 2008: weniger umfangreiche Ausschreibungen. Das geht aus rechtlichen Gründen nicht, bedauerte Baudezernent Uwe Zink. Er bot aber an, Betrieben in einem Kurs zu erläutern, wie sie den Zeitaufwand für die Durcharbeitung der Unterlagen reduzieren können.
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