Städteregion Aachen - Anzahl der Wohnungseinbrüche steigt drastisch

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Anzahl der Wohnungseinbrüche steigt drastisch

Von: Rene Benden
Letzte Aktualisierung:
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Polizeipräsident Klaus Oelze bei der Pressekonferenz zur Kriminalstatistik. Foto: Ralf Roeger

Städteregion Aachen. „Durchwachsen“, war das Wort, das Polizeipräsident Klaus Oelze bei der Beschreibung Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2013 in der Städteregion wiederholt bemühte. Während die Gesamtkriminalität im Gebiet der Kreispolizeibehörde Aachen um 4,4 Prozent zurückging, steigt die ohnehin schon hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen noch einmal um drastische 20,7 Prozent auf 2195 Delikte im Jahr 2013 an.

Vor allem Aachen und Stolberg erleben Wellen von Wohnungseinbrüchen. In Aachen stieg die Zahl um insgesamt 29 Prozent, in Stolberg gar um 97 Prozent. Damit hebt sich die gesamte Städteregion bei den Wohnungseinbrüchen deutlich vom Landestrend (+ 1,5 Prozent) ab.

„Die hohen Fallzahlen sind zu einem großen Teil mit der geographischen Lage der Städteregion zu begründen“, analysierte Oelze. Die Grenzlage kombiniert mit guten Autobahnanbindungen seien gerade für reisende Diebesbanden ideal. „Wenn man beachtet, dass auch Städte wie Kerkrade und Maastricht die gleichen Probleme haben, sieht man, dass wir es hier mit einem grenzüberschreitenden regionalen Problem zu tun haben“, so Oelze.

Zwar haben sich die unterschiedlichen Kreispolizeibehörden in NRW inzwischen besser miteinander vernetzt, um gerade den reisenden Diebesbanden auf die Spur zu kommen, trotzdem bleibt die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen mit 12,5 Prozent (2012: 10 Prozent) gering. Innenminsiter Ralf Jäger hatte bei der Vorstellung der Landeszahlen heute Morgen bereits versprochen, dass die Polizei in Zukunft bessere Quoten erzielen werde. Oelze verwies allerdings darauf, dass seine Behörde schon heute alle ihr zur Verfügung stehende Ressourcen einsetze.

Es gibt allerdings auch gute Zahlen zu vermelden. Insgesamt ist nämlich die Gewaltkriminalität in der Städteregion auf dem Rückzug. Im fünften Jahr in Folge sanken die Fallzahlen auf zuletzt 2058 Delikte. Die Straßenkriminalität - das sind alle Delikte, die im öffentlichen Raum stattfinden - sank auf den zweitniedrigsten Wert seit zehn Jahren. „Besonders am Herzen liegt mir aber, dass die Jugendkriminalität zurückgeht“, sagte Oelze.

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