Würselen - Antenne AC hebt nun offiziell ab

Antenne AC hebt nun offiziell ab

Von: Udo Kals
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Menschen, deren Stimmen bei Antenne AC zu hören sind: Neben Chefredakteur Stefan Falkenberg (3.v.r.) gehören unter anderem Katrin Mainz (v.r.), Thorsten Froese, Mike Leon Grosch, Julian Leonhardt und Susanne Nenno zum Team. Foto: Ralf Roeger

Würselen. Dieser Tage bleibt man besonders leicht bei Antenne AC hängen. Mit den Ohren, natürlich. Aber auch mit den Füßen.

Denn Anfang der Woche wurde in den Räumen des Radiosenders auf dem Flugplatzgelände Aachen-Merzbrück der ziemlich verschlissene Teppich rausgerissen. Und die verbliebenen Kleberreste auf den Fliesen merken Mitarbeiter wie Besucher auf Schritt und Tritt.

„Unangenehm” sei das, meint Chefredakteur Stefan Falkenberg zwischen einer Anmoderation und einem Telefonat. Doch der neue Teppich wird schon bald ausgerollt.

Wenn am kommenden Donnerstag der offizielle Start der inzwischen städteregional sendenden bisherigen Kreiswelle gefeiert wird, soll die Festgesellschaft dann doch nur mit den Ohren bei Antenne AC hängenbleiben.

Es wird also kräftig renoviert beim Radiosender. Und das nicht nur in der rund 350 Quadratmeter großen Redaktion, aus dem die Radiostation seit 2003 ihr Programm funkt. Sondern vor allem inhaltlich, personell und strukturell.

Ausgelöst durch die Insolvenz von Radio Aachen im Jahr 2009 waren im Laufe der vergangenen Monate frühere Gedankenspiele eines gemeinsamen Senders für die jetzige Städteregion konkretisiert und schließlich umgesetzt worden.

So wurden von Radio Aachen zwei Mitarbeiter - darunter Ex-Chefredakteur Olaf Theissen - übernommen. „Jetzt produzieren wir mit neun fest angestellten Mitarbeitern und vier festen Freien täglich ein achtstündiges Programm”, sagt Falkenberg. Der Rest kommt von Radio NRW aus Oberhausen.

Seit einigen Wochen läuft der Betrieb mit der neuen Mannschaft. Und der Chef ist zufrieden: „Der Vorlauf war gut, ich denke, wir legen jetzt auch offiziell einen guten Neustart hin.” Dabei lautet der neue Anspruch: 100 Prozent Städteregion Aachen.

„Wir sind für die Menschen in der Städteregion da. Wir sind aber kein Promo-Sender für die Städteregion”, wehrt Falkenberg Vereinnahmungstendenzen ab. Sorgen macht er sich nicht. Auch das Verhältnis zur Veranstaltergemeinschaft, die aus Vertretern gesellschaftlicher Gruppen in der Städteregion besteht, sei gut.

Die wirtschaftliche Grundlage, davon ist Falkenberg überzeugt, sei für den Sender gegeben. Von einer möglichen inhaltlichen Schieflage zwischen Aachen und dem Rest der Städteregion will er nichts wissen: „Es gibt keinen festgelegten Proporz.

Wir berichten von den Orten, wo etwas passiert - ob aus Baesweiler, Monschau oder eben Aachen. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir jetzt schon ausgewogen berichten. Es passt.”

Jetzt gelte es, möglichst viele Hörer auch aus der Kaiserstadt für Antenne AC zu gewinnen. Ist da der alte Name des Kreissenders sinnvoll? Titel wie Grenzlandradio oder Antenne Aachen seien im Gespräch gewesen, sagt Falkenberg: „Aber wir setzen auch aus Kostengründen auf den Bekanntheitsgrad von Antenne AC. Und nicht nur mit dem AC steckt jede Menge Aachen in dem Namen.”

Die Redaktion in Würselen produziert ein lokales Programm montags bis freitags von 6 bis 10 Uhr und 14 bis 18 Uhr; am Wochenende von 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr. „Wobei wir bei Spielen der Alemannia oder anderen Ereignissen flexibel sind”, sagt Chefredakteur Stefan Falkenberg. Dabei wird ab dem 18. November jeden Morgen nicht mehr nur ein Moderator, sondern ein Zweier-Team am Mikro sitzen.

Zu hören sein wird der Sender über die bisherigen Wellenlängen der beiden Sender: 97,2 (Simmerath), 100,1 (Aachen), 105,0 (Monschau) und 107,8 (restliches Gebiet der Städteregion).

Gesellschafter und damit Finanziers der Betreibergesellschaft sind der bisherige Betreiber des Kreissenders, Radio Salü, und die Regio-Medien AG sowie neu PDF-Pressefunk aus Düsseldorf und der Zeitungsverlag Aachen.
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