3000 Euro für Projekt gegen Internetsucht

Von: Heike Eisenmenger
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„Starke Kids“: Die strahlenden Gewinner samt AOK-Repräsentanten bei der Preisübergabe in Stolberg. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg/Baesweiler. Kinder stark machen – das ist der Kerngedanke der AOK-Aktion „Starke Kids“. Ziel des Wettbewerbs ist, Projekte zu fördern, die nachhaltig wirken, die also nicht einfach verpuffen. Mit einem sehr ungewöhnlichen Projekt hat die Stolberger Grundschule Grüntalstraße die Idee von Nachhaltigkeit umgesetzt: Die Viertklässler beschäftigten sich mit dem Thema Internetsucht.

Zur Vorbereitung gehörte, dass die Kinder verinnerlichten, was Sucht ist und welche Süchte es gibt. Im zweiten Schritt bekamen sie Besuch: Professor Dr. Frank Löhrer, Experte für Suchterkrankungen, diskutierte mit den Kindern über deren Verhalten im Internet. Wie oft sind sie online? Wie oft spielen sie noch im Freien, treffen Freunde oder engagieren sich in einem Verein?

Einige Antworten machten selbst den erfahrenen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie aus Stolberg „fassungslos“, denn die „Spitzenreiter“ verbringen einen Großteil ihrer Freizeit vor dem PC. Den Ansatz, der in diesem Projekt verfolgt wurde: Die Kindern für einen maßvollen Umgang mit dem Computer sensibilisieren.

„Ich war sofort begeistert, als ich hörte, dass die Kinder sich mit diesem Thema befassen“, sagt AOK-Regionaldirektor Horst Schwering.

3000 Euro Preisgeld gab es von der AOK für dieses Projekt. Es wird laut Schulleiter Peter Kronenberg für Bewegungs- und Sportgeräte verwendet. Den zweiten Preis, 2000 Euro, erhielt der Förderverein der katholischen Kita Clara Fey Stolberg. Dort ist ein Hochbeet angelegt worden. „Die Kinder sollen den bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln lernen“, erklärte Wolfgang Grief, Ansprechpartner für Prävention bei der AOK. 1000 Euro erhielt die Grengrachtgrundschule aus Baesweiler. Sie beeindruckte die Jury mit dem Projekt „Mittwochsglück“: Mit den Eltern bereiteten die Schüler jeden Mittwoch ein Frühstück zu. Einige der Kinder kannten selbst einfache Arbeitsschritte nicht – nun beherrschen sie diese aus dem Effeff.

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