alemannia logo frei Teaser Freisteller

2,5 Millionen Euro in neuen Standort und in moderne Fahrzeuge investiert

Von: jk/jg
Letzte Aktualisierung:
Wie werden Verletzte dekontami
Wie werden Verletzte dekontaminiert? Das erklärt Dr. Thomas Baltus (r.) der stellvertretenden Städteregionsrätin Christiane Karl (v.l.), Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Herbert Dondorf, Vorsitzender des Ausschusses für Rettungswesen, und dem zuständigen Dezernent Gregor Jansen.

Würselen. Eitel Freude hat bei der Einweihung der neuen Rettungswache samt Schulungsbereich auf dem Gelände des Medizinischen Zenrums der Städteregion in Würselen-Bardenberg geherrscht.

Zum einen, weil die provisorische Unterbringung der Einsatzfahrzeuge in Bardenberg nun ein Ende gefunden hat. Zum anderen, weil Städteregionsrat Helmut Etschenberg dem Rettungsdienst vier neue Notarztwagen, einen Einsatzleitwagen sowie einen sogenannten Abrollbehälter zur Dekontamination von Verletzten übergeben konnte. Gebäude und Fahrzeuge erforderten Investitionen von zusammen rund zweieinhalb Millionen Euro.

Für 33 Jahre gemietet

Integriert in den neuen Gebäudekomplex ist das Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Bardenberg. Die Nähe zum Krankenhaus, gemeinsame Schulungsräume, hervorragende technische Ausstattung - Helmut Etschenberg, Würselens Bürgermeister Arno Nelles, Peter Timmermanns, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes und andere der 150 Teilnehmer an der Einweihungsfeier wurden nicht müde, die Vorteile des neuen Standortes hervorzuheben, der gemeinsam von der Stadt Würselen und der Städteregion genutzt wird. Geplant und gebaut wurde das Gebäude von der Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft der Städteregion, die zwei Millionen Euro investiert haben. Die Städteregion ist jetzt für die nächsten 33 Jahre Mieter.

8000 Einsätze im Jahr

Neue Notarztwagen - das Stück rund 110.000 Euro teuer - mussten angeschafft werden, weil die alten schon fünf Jahre alt waren. Zudem entsprachen die bisher üblichen Pkw-Kombi-Modelle nicht mehr den heutigen Anforderungen, die medizin-technische Ausrüstung passte nicht mehr hinein. Jetzt sind Fahrzeuge mit Transporter-Fahrgestellen im Einsatz - und das etwa 8000 Mal pro Jahr.

Je ein neuer Notarzwagen wird in Simmerath, abwechselnd in Eschweiler und Stolberg sowie in Würselen-Bardenberg stationiert. Der vierte dient als Reserve und wird in Bardenberg untergestellt. Ein Grund: „Wenn beispielsweise der auf Merzbrück stationierte Rettungshubschrauber aufgrund schlechter Witterung nicht starten kann, kann das Team schnell mit diesem Fahrzeug zum Einsatzort gebracht werden”, erläutert Marlis Cremer, Leiterin des Amtes für Rettungswesen der Städteregion.

Den Abrollbehälter für die Dekontamination von Verletzten, der einen Wert von 260.000 Euro hat, hat das Land der Städteregion für den Katastrophenschutz zur Verfügung. Er kommt nach Unfällen mit giftigen, ätzenden oder auch radioaktiven Stoffen zum Einsatz. In dem Container werden die Verletzten dann dekontaminiert.

Man kann sich das in etwa wie eine Dusche vorstellen. Pro Stunde können bis zu 50 liegende Personen durchgeschleust werden. Etwa 60 Fachkräfte von Feuerwehren und dem DRK sind für den Betrieb des System geschult. „Wir sind superfroh, dass wir drei erfahrene Notärzte haben, die bereit sind, im Fall des Falles in dem Container zu arbeiten”, sagt Marlis Cremer.

Zusammen mit der Einweihung der neuen Rettungswache und der Übergabe der neuen Fahrzeuge feierten die für den Rettungsdienst Verantwortlichen gleich noch ein Jubiläum: zehn Jahre „Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst”. Dahinter verbirgt sich ein Konzept, das detailliert regelt, wie bei Großeinsätzen mit vielen Verletzten oder bei für die Hilfsdienste schwierigen Lagen verfahren wird, um effektiv Hilfe leisten zu können.

Immerhin 90 Mal ist dieses Konzept in den vergangenen zehn Jahren angewandt worden, sagt Marlis Cremer. 24 Notärzte und 39 Rettungssanitäter beziehungsweise -assistenten der Feuerwehren Eschweiler, Herzogenrath und Stolberg sowie des Roten Kreuzes seien bei der Umsetzung die tragenden Säulen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert