Zwischenfall bei der Bahn: Strecke Aachen - Köln lange gesperrt

Von: cheb/heck
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Schwere Störung auf der Bahnstrecke Aachen-Köln: Zwischen Düren und Kerpen mussten die Reisenden stundenlang in Busse umsteigen. Symbolfoto: dpa

Düren/Langerwehe. Auf der Bahnstrecke zwischen Aachen und Köln ist es am Freitagmorgen zu schweren Beeinträchtigungen gekommen. Der Lokführer eines Regionalexpresses hatte gemeldet, einen Menschen überfahren zu haben. Der Streckenabschnitt wurde gesperrt, die Reisenden mussten in Busse umsteigen.

Der Lokführer stand nach dem Vorfall unter Schock und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Beamte von Bundes- und Landespolizei suchten den Streckenabschnitt an einem Waldstück in der Nähe des Haltepunktes Merzenich an der Landesstraße 264 nach einer verletzten oder getöteten Person ab. Ein Hubschrauber der Landespolizei wurde angefordert, der das Gelände überflog und mit einer Wärmebildkamera untersuchte. Für die Bahnreisenden wurde im Abschnitt zwischen Düren-Hauptbahnhof und Kerpen-Horrem ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

„Der Lokführer ist durch einen Kollegen abgelöst worden“, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage unserer Redaktion. Eine Sprecherin der Bundespolizei erklärte, es sei für das Bahnpersonal aus der Führerstandsperspektive aus oft nicht zu erkennen, ob ein neben dem Gleis stehender Mensch tatsächlich vom Zug erfasst worden sei oder nicht.

Insgesamt kam es bei 20 Zügen zu Verspätungen, sechs Züge wurden umgeleitet, 21 konnten nur bis zum gesperrten Abschnitt fahren, drei Verbindungen fielen ganz aus.

Erst nach stundenlanger Suche gibt es Entwarnung, die Vermutung des Lokführers bestätigte sich letztendlich nicht. In Gleisbett, Böschung und dem Gelände neben der Strecke wurde weder eine Leiche, noch ein Verletzter gefunden. Auch am Zug fanden sich keine Spuren eines überfahrenen Menschen. Gegen 8.30 Uhr rückten die Einsatzkräfte ab, die Züge konnten weiterfahren.

Hinweis: Zunächst hatte es geheißen, der betroffene Streckenabschnitt liege zwischen Langerwehe und Düren. Tatsächlich war aber der Abschnitt zwischen Düren und Kerpen betroffen. Wir haben den Artikel überarbeitet.

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